Ganz ohne Angst geht es nicht bei den Wahlkämpfen der Konservativen. Das Gruseln vor einem Linksrutsch in Deutschland ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Wahlkampfinstrumentariums, insbesondere der CSU vor der Bundestagswahl. Auch für den diesjährigen Kampagnenendspurt setzen die Christsozialen darauf, dass Unentschlossene trotz aller Bedenken ihr Kreuz doch noch bei den Schwarzen machen, weil die Ungewissheit vor den Veränderungsplänen der anderen schlichtweg Angst macht.

Dass es nicht annähernd so schlimm kommt wie die Union vor den Wahlen glauben machen will, hat sich bei der rot-grünen Bundesregierung unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder erwiesen. Immerhin wurde in dieser Zeit die Agenda 2010 auf den Weg gebracht und dem Militäreinsatz auf dem Balkan zugestimmt. Die Millionäre am Starnberger See sind immer noch im Besitz ihrer Seegrundstücke.