Klimaschutz SPD fordert bayernweite Elektrifizierung von Bahnstrecken

Das Logo der SPD in der Parteizentrale in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Symbolbild

Zur klimafreundlicheren Verlagerung des Verkehrs auf die Schienen braucht es in Bayern nach Ansicht der SPD im Landtag einen massiven Ausbau bei der Elektrifizierung von Bahnstrecken. "In einem Flächenstaat wie Bayern sind lediglich 51 Prozent des Streckennetzes von elektrischen Lokomotiven befahrbar. Das sind 10 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Inge Aures, am Mittwoch in München. In den vergangenen fünf Jahren habe sich der Anteil elektrisch befahrbarer Strecken nur um 2,5 Prozentpunkte erhöht. Von der angekündigten Reduzierung des Dieselverkehrs sei wenig erkennbar.

Die SPD-Fraktion fordert deshalb von der Staatsregierung mehr Geld für den Ausbau des elektrischen Bahnverkehrs, weg vom klimaschädlichen Diesellokbetrieb. In den laufenden Haushaltsberatungen plädierte sie dafür, die Investitionen zur Reaktivierung von Bahnstrecken um 35 Millionen Euro zu erhöhen und zukünftig mindestens 10 Millionen Euro im Jahr bereitzustellen. Um die restlichen 49 Prozent des Streckennetzes in den kommenden fünf Jahren auf elektronischen Schienenbetrieb umzurüsten, seien rund 75 Millionen Euro notwendig. Auch brauche es ein attraktiveres Bahnangebot mit höheren Taktzeiten und einen erweiterten Fahrplan.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) nannte die Zahlen unseriös und bewertete die Aussagen als Ablenkungsmanöver: "Die SPD-Fraktion weiß ganz genau, dass der Bund laut Grundgesetz für die Finanzierung der bundeseigenen Schieneninfrastruktur und damit auch für die allermeisten Elektrifizierungsvorhaben verantwortlich ist." Die SPD-Fraktion solle ihre Forderung daher an die Ampelkoalition richten. Hinzu komme: "Um das bayerische Schienennetz komplett zu elektrifizieren, braucht es ein Zigfaches mehr als die hier erwähnten 75 Millionen Euro."

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 

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