Kirchberg im Wald Betrügern auf den Leim gegangen

Nach einem Steinwurf auf eine jüdische Mutter ermittelt nun die Kripo Passau. (Symbolbild) Foto: Silas Stein/dpa

In einem aktuellen Fall der Polizei Regen inserierten Betrüger Anfang Oktober in der örtlichen Tageszeitung und täuschten ein Antiquitätenhaus vor, das verschiedenste Gegenstände wie Pelzmäntel oder Schmuck ankauft.

Nachdem die spätere Geschädigte die im Inserat angegebene Handynummer anrief, wurde ihr erklärt, dass die Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort vorhandenen Goldschmuck gleich mitnehmen würden, da man mit einer renommierten Goldhandelsfirma zusammenarbeiten würde, die die Zeitungsinserate bezahlt. Im weiteren Verlauf vereinbarte die Frau einen Termin, woraufhin zwei Tage später zwei männliche Personen bei ihr erschienen. Die Männer zeigten angebliches Kaufinteresse an mehreren Gegenständen, wollten diese aber erst ein paar Tage später abholen und bezahlen. Angebotenen Goldschmuck im Wert von mehreren hundert Euro nahmen die beiden Täter gleich mit und vereinbarten, diesen bei Abholung der anderen Gegenstände mit zu bezahlen.

Nachdem Familienangehörige der Geschädigten Verdacht geschöpft hatten, schaltete die Frai die Polizei ein. Ermittlungen ergaben, dass das angebliche Antiquitätenhaus nicht existiert und auch der Überweisungsträger für die Inseratskosten gefälscht war, weshalb nicht nur die Frau, sondern auch der Zeitungsverlag betrogen wurde. Diesbzüglich konnten zwei gleich gelagerte Fälle im Bereich Nördlingen mit identischem modus operandi festgestellt werden.

Die Täter im Kirchberger Fall waren mit einem hellgrauen Pkw unbekannter Marke unterwegs und werden wie folgt beschrieben: Der Verhandlungsführer war circa 40 bis 45 Jahre alt, etwa 165 cm groß, hatte eine Glatze, normale Figur und trug einen kamelhaarfarbenen Anzug. Der zweite Täter war ebenfalls circa 40 bis 45 Jahre alt, etwa 175 cm groß, hatte kurze schwarze Haare, einen Vollbart und war von kräftiger Statur. Er trug dunkle Kleidung. Beide sprachen Deutsch mit ausländischem Akzent. Zeugen oder auch mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter Telefon 09921/9408-0 bei der Polizei in Regen zu melden. 

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