Kerzenwallfahrt Der Weg zum Bogenberg war schwieriger als sonst

Holzkirchener erfüllen auch in der Pandemiezeit Gelübde Foto: Claudia Sprenger

Der Weg zum Bogenberg war heuer kein einfacher für das Wallfahrtsteam aus Holzkirchen und dennoch haben es Thomas Haslinger und die Kerzenträger geschafft, das über 500 Jahre alte Gelübde zu erfüllen.

Ihre Opfergabe, der 13 Meter lange und rund 50 Kilogramm schwere Fichtenstamm, umwickelt mit rotem Wachs, ist am frühen Pfingstsonntagnachmittag wohlbehalten in der Wallfahrtskirche am Bogenberg aufgestellt worden. „Es war nicht die Idee eines überengagierten Wallfahrtleiters, sondern die tiefe Begegnung aus der Herzensmitte - in einem besonderen Jahr - ein altes Versprechen zu erfüllen und unter neuen Voraussetzungen Besonderes zu leisten“, verkündete Pfarren Anton Haslberger in der Wallfahrtskirche am Bogenberg.

Der Geistliche vom Pfarrverbund Ortenburg zelebrierte erstmals den Dankgottesdienst und berührte mit warmherzigen Worten die Pilger aus Holzkirchen. Bei der traditionellen Wallfahrt mit der „langen Stang“ zur Mutter Gottes der Hoffnung war heuer nicht nur Muskelkraft gefordert. Im Jahr der Corona-Pandemie war vieles anders.

Aber mit Beharrlichkeit, Nervenstärke und vor allem tiefer religiöser Überzeugung konnten die Mannen aus Holzkirchen das Gelübde aufrechterhalten. Die Tage vor dem rund 75 Kilometer langen Marsch zur Gnadenmutter waren besonders für Wallfahrtsleiter Thomas Haslinger kräftezerrend. Nur unter Einhaltung vieler Auflagen, Infektionsschutzmaßnahmen und Einschränkungen gab es für die kleine Wallfahrtsabordnung Ausnahmegenehmigungen von drei Landratsämtern. „Selbst während Krieg oder Pestzeiten wurde das Gelübde erfüllt, weshalb es uns ein sehr großes Anliegen war dies auch in der momentanen Situation in irgendeiner Form durchführen zu können“ gesteht der Wallfahrtsleiter und Kerzenträger geschafft aber sichtlich zufrieden am Pfingstsonntagnachmittag.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag, 2. Juni 2020 in Ihrer Tageszeitung und auf idowa+.

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