Justiz Konsularbeamter unter Verdacht: Ermittlungen nun in Berlin

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Im Fall eines deutschen Konsularbeamten, der in Brasilien seinen Ehemann umgebracht haben soll, ermittelt nun doch die Berliner Staatsanwaltschaft. Das teilte ein Behördensprecher am Montag auf Anfrage mit. Es werde auf dem Rechtshilfeweg versucht, die dafür erforderlichen Unterlagen aus Brasilien beizuziehen, hieß es weiter.

Zuvor hatte die Berliner Behörde versucht, den Fall an die Staatsanwaltschaft Coburg abzugeben. Als Begründung hatte sie den Wohnorts des Mannes genannt. Die Juristen in Bayern hatten das Ersuchen aber Mitte September abgelehnt - mit der Begründung, man sei örtlich nicht zuständig.

Der Konsularbeamte wird verdächtigt, seinen belgischen Ehemann am 5. August umgebracht zu haben. Der 60-Jährige selbst hatte angegeben, sein Mann sei nach einem Streit unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss gestürzt. Die Polizei bezweifelt das. In der Wohnung seien Blutspuren festgestellt worden.

Der Beschuldigte war Anfang August in der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro festgenommen worden. Später klagte ihn die Staatsanwaltschaft von Rio wegen Mordes an und forderte Untersuchungshaft, ein Gericht in Rio gab dem statt.

Zu diesem Zeitpunkt war der 60-Jährige laut Justiz bereits nach Deutschland zurückgekehrt. Denn ein Gericht in Rio hatte die Freilassung des Deutschen angeordnet. Die Staatsanwaltschaft habe eine Frist verstreichen lassen, hieß es zur Begründung.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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