Die gute alte Wahlveranstaltung, die Runde mit den lieben Parteifreunden, sie hat nach Einschätzung der Jungen Union (JU) in der bisherigen Form ausgedient. "Die Zeit der Dorfkneipen mit weißer Tischdecke, Hirsch an der Wand und einer Stunde Monolog des Vorsitzenden muss ein Ende haben", sagt der Chef der CDU/CSU-Nachwuchsorganisation, Tilman Kuban (CDU).

Ganz verzichten, sagt der JU-Vorsitzende, will er auf Präsenzveranstaltungen dennoch nicht. Aber mehr Digitalisierung sollte es schon sein. Das gilt vor allem für den CDU-Bundesparteitag, für den die Junge Union quasi digital in Vorleistung getreten ist. Sie hat ihre Mitglieder befragt, wer denn der beste CDU-Vorsitzende sei. Das angesichts zahlreicher Vorschusslorbeeren nicht ganz überraschende Ergebnis: Favorit mit 51,95 Prozent Zustimmung ist Friedrich Merz. 28,1 Prozent entschieden sich für Norbert Röttgen und 19,95 Prozent entfielen auf Armin Laschet.