Interview Linke-Chef Riexinger warnt CDU vor "Schwebezustand"

Bernd Riexinger sieht die Auseinandersetzung der Linken mit der SED als abgeschlossen an. Foto: Gregor Fischer/dpa

Seit acht Jahren steht Bernd Riexinger gemeinsam mit Katja Kipping an der Spitze der Linkspartei. Seit der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen gibt auch er sich als Krisenmanager und mahnt im Gespräch mit unserer Zeitung zu Stabilität in dem Bundesland. Die CDU fordert er zum Handeln auf.

Herr Riexinger, der Tabubruch von Thüringen erschüttert die gesamte Republik. Doch eine Lösung der Blockade in Erfurt ist nicht in Sicht. Sowohl Union als auch FDP wollen trotz des Fiaskos um Kemmerich nach wie vor Bodo Ramelow nicht unterstützen. Können Sie das irgendwie verstehen?

Riexinger: Das kann ich überhaupt nicht verstehen. Inzwischen ist doch klar, dass das abgesprochen war, was da in Thüringen passiert ist. Es ist auch klar, dass das ein Tabubruch war. Es reicht aber nicht aus, sich davon zu distanzieren, sondern man muss ja auch Lösungen vorschlagen. Für die CDU gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie ist bereit, Ramelow mitzuwählen. Oder sie stimmt zu, dass es Neuwahlen gibt. Aber dass man keines von beiden macht, hieße, dass man einen regierungslosen Schwebezustand als Dauerzustand einrichtet.

FDP-Chef Christian Linder hat jetzt eine Übergangsregierung ins Spiel gebracht, die der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichts leiten soll. Einzige Aufgabe wäre, Neuwahlen einzuleiten. Macht die Linke mit?

Riexinger: Das ist doch absurd. Lindner versucht davon abzulenken, dass er keine klare Haltung zur AfD...

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