"Die Unbeugsamen" heißt ein bärenstarker Dokumentarfilm von Torsten Körner, der Ende August Kinostart hatte und seither - mindestens unter Frauen - für Furore sorgt. Der Film erzählt von den Frauen der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen im Bundestag gegen männliche Dominanz und Arroganz ausdauernd streitbar und unbeugsam erkämpften. Ihre Verdienste ins Bewusstsein zu rücken, zu zeigen, wie krass das damals - lange vor "Me too" - wirklich war, und Frauen zu weiterer Ausdauer motivieren, wollte Gleichstellungsbeauftragte Hedi Werner, die den Film nach Straubing ins Citydom-Kino holte. Dabei parteiübergreifend unterstützt von jetzigen wie ehemaligen Stadträtinnen quer durch die Parteien.

Was heute halbwegs selbstverständlich erscheint, hat viel Energie gefordert. Fazit: Diese Frauen - klingende Namen wie Rita Süssmuth (CSU), Petra Kelly (Die Grünen), Herta Däubler-Gmelin (SPD), Ursula Männle (CSU), Ingrid Matthäus-Maier (SPD), Waltraud Schoppe und Christa Nickels (die Grünen), Renate Schmidt (SPD) - haben für die folgenden Frauengenerationen viel erreicht. Sie kommen im Film zu Wort, in Originalaufnahmen von damals und im Rückblick heute. Und wie! Auch die Männer übrigens. Und wie!