Hochprozentige Geldanlage Wie geschenkter Whisky Matthew Robson reich machte

Ein Vater aus der englischen Grafschaft Somerset hat seinem Sohn zu jedem Geburtstag eine Flasche schottischen Whisky geschenkt. Die Sammlung entpuppt sich jetzt als Geldanlage. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Vergessen Sie Bausparverträge, eine Flasche schottischer Whisky für das Kind zum Geburtstag tuts auch. Klingt abwegig, ist aber genau das, was eine Familie im englischen Taunton jetzt in ihr erstes Eigenheim bringt.

Eine Flasche teurer Hochprozentiger zum Geburtstag dürfte für viele eher in die Kategorie Verlegenheitsgeschenk fallen. Ein Geschenk in Ermangelung kreativer Ideen. Wie eine Geschichte aus dem Vereinigten Königreich nun zeigt, kommt es allein auf die Sorte an, ob ein solches Verlegenheitsgeschenk nicht doch zu einer Geldanlage wird.

Matthew Robson aus Taunton in der englischen Grafschaft Somerset in England hat von seinem Vater in 28 Jahren 28 Flaschen Macallan Whisky bekommen. Dabei entstand eine imposante Kollektion: Eine Flasche für jeden Jahrgang – eine Anthologie, die unweigerlich das Interesse von Sammlern weckt. Der Wert der Sammlung wird heute auf über 40.000 Pfund geschätzt – nach gegenwärtigem Wechselkurs rund 45.000 Euro. Das Geld soll nun der Grundstock für Robsons erstes Eigenheim werden.

Wie Matthew Robson Vater Pete im Interview mit der BBC sagte, hatte er die erste Flasche gekauft, als Matthew auf die Welt kam – eigentlich, um die Geburt seines Sohnes zu feiern. Bei der Auswahl – Macallan Single Malt, 18 Jahre alt – spielten wohl seine Wurzeln eine Rolle. Vater Robson kommt aus Milnathort in Schottland. Gefeiert wurde dann wohl doch mit einem anderen Getränk, die Flasche Macallan blieb intakt. Und sie war der Beginn eines Rituals: Pete Robson kaufte jedes Jahr, zu Matthews Geburtstag, eine neue Flasche des schottischen Edelbrands. Und als verantwortungsbewusster Vater gab er seinem Sohn die Anweisung, den Schnaps niemals anzurühren.

Wie der Händler, der mit dem Verkauf des Whiskys beauftragt ist, gegenüber der BBC bestätigte, gibt es zahlreiche Angebote für das „perfect set“, wie er die im Keller aufgereihten Jahrgangsflaschen nennt. Auf seinem Schreibtisch habe er zahlreiche Angebote aus New York – aber auch asiatische Investoren hätten bereits Interesse gezeigt.

Die Rendite dürfte übrigens jedes Sparbuch und jeden Bausparer ausstechen: Ausgegeben hat Vater Pete für die Flaschen nach eigenen Schätzungen insgesamt rund 5.000 Pfund – die Wertsteigerung liegt bei rund 800 Prozent.

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