"Unglaublich" Dank Effektivität und Niederberger: Berlin wieder DEL-Meister

, aktualisiert am 05.05.2022 - 07:50 Uhr
Da ist das Ding: Berlins Torwart Mathias Niederberger stemmt den Pokal hoch. Mehr als verdient, hatte er schließlich einen entscheidenden Anteil an der erneuten Meisterschaft der Eisbären. Foto: Passion2Press/imago

Dank gnadenloser Effektivität und Rückhalt Mathias Niederberger haben die Eisbären Berlin den Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erfolgreich verteidigt. Mit einer Gala bei Red Bull München machten die Gäste alles klar.

Schläger und Handschuhe flogen durch die Luft, dann feierten die eiskalten Eisbären um die "Berliner Mauer" Mathias Niederberger und Hattrick-Schütze Matthew White die erfolgreiche Titelverteidigung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Mannschaft von Trainer Serge Aubin siegte am Mittwochabend im vierten Play-off-Finalspiel 5:0 (1:0, 3:0, 1:0) bei Red Bull München und entschied die Best-of-five-Serie mit 3:1 für sich.

"Ich kann es nicht beschreiben, es ist unglaublich. Das ganze Jahr hat das Team gefightet. Ich bin unbeschreiblich stolz", sagte Aubin bei MagentaSport. Frank Hördler wurde als wertvollster Spieler (MVP) der Meisterrunde ausgezeichnet und nahm den Meisterpokal entgegennahm. "Er ist eine Legende", so Aubin über seinen "Leader".

Niederberger avanciert zum entscheidenden Akteur

White (9., 37., 60.), Frans Nielsen (25.) und Nationalspieler Leonhard Pföderl (26.) schossen den gnadenlos effektiven DEL-Rekordchampion vor stimmungsvoller Kulisse mit 5533 Zuschauern im Münchner Olympia-Eisstadion zum Titel. Die Gastgeber agierten vor den Augen von Julian Nagelsmann, Meistercoach der Fußballer des FC Bayern, über weite Strecken mehr als ebenbürtig. München verzweifelte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Nationaltorhüter Niederberger.

"Es ist wichtig, gut zu regenerieren, um mental und körperlich bereit zu sein", hatte Aubin vor dem fünften Berliner Spiel innerhalb von sieben Tagen gesagt - doch sein Team hatte zu Spielbeginn große Probleme mit forschen Münchnern. Ben Smith und Filip Varejcka verpassten bei einer gefährlichen Doppelchance (2.) die ganz frühe Führung für die Gastgeber.

Berlin fand zunächst kein Mittel gegen das aggressive Forechecking der Red Bulls, ging dann aber wie aus dem Nichts in Führung: White brach über die rechte Seite durch und traf zum 1:0. Das Spiel wurde nun offener, Austin Ortega verpasste im Münchner Powerplay aus kurzer Distanz den Ausgleich (15.).

München hadert mit Chancenverwertung

Wie schon in den drei Duellen zuvor schenkten sich beide Teams nichts. München kam besser ins mittlere Drittel und haderte langsam mit der Chancenverwertung. Ganz anders die Eisbären, die sich mit einem Doppelschlag den Weg zum Titel ebneten: Erst traf Nielsen aus kurzer Distanz, dann sorgte Pföderl mit einem Distanzschuss für die Vorentscheidung.

Die Münchner, die in Spiel eins der Finalserie einen 0:3-Rückstand noch in einen Sieg gedreht hatten, erholten sich von den beiden Wirkungstreffern nicht mehr und mussten sogar noch vor der zweiten Drittelpause die endgültige Entscheidung durch White hinnehmen.

Münchens Trainer Jackson: "Der Puck wollte nicht rein"

Das letzte Drittel wurde vor den zahlreich mitgereisten Fans zum Schaulaufen für die Berliner, Marcel Noebels scheiterte am Pfosten (49.). München steckte aber nie auf. "Der Puck wollte nicht rein", sagte Münchens Trainer Don Jackson: "Die Pucks müssen rein."

 
 
 

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