Gipfel in Indonesien Kreml: Putin will an G20-Gipfel im Herbst teilnehmen

Der russische Präsident Wladimir Putin will im Herbst am G20-Gipfel in Indonesien teilnehmen. Foto: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/dpa

Kommt Putin oder kommt er nicht? Diese Frage bereitet den G20-Staaten schon Monate vor ihrem geplanten Gipfel auf Bali Kopfzerbrechen. Nun hat sich der Kreml selbst dazu geäußert.

Russlands Präsident Wladimir Putin will am G20-Gipfel im Herbst in Indonesien teilnehmen. "Ja, wir haben bestätigt, dass unsere Teilnahme vorgesehen ist", sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Unklar blieb, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird. "Ich weiß es nicht. Sie haben dazu eingeladen, persönlich teilzunehmen, aber es ist noch viel Zeit. Ich hoffe, dass die Pandemie es erlauben wird, dieses wichtige Forum persönlich abzuhalten", sagte Uschakow.

Unter Verweis auf die Corona-Pandemie nahm Putin in den vergangenen Monaten an vielen Veranstaltungen nur im Online-Format teil. An diesem Dienstag wird er seine erste öffentlich bekannte Auslandsreise seit Kriegsbeginn in der Ukraine vor rund vier Monaten nach Tadschikistan in Zentralasien unternehmen.

G20-Gipfel im November auf Bali

Die G20 ist eine Staatengruppe führender Wirtschaftsmächte, der neben den G7-Staaten Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und den USA unter anderen auch Russland, China und Saudi-Arabien angehören. Der nächste Gipfel soll Mitte November auf der indonesischen Insel Bali stattfinden.

Ende April hatte bereits der indonesische Präsident Joko Widodo Putins Teilnahme bestätigt. Der Kreml teilte damals jedoch lediglich mitgeteilt, eine Zusage werde noch geprüft. Wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine wurde zuletzt diskutiert, ob das flächenmäßig größte Land der Erde aus dem G20-Kreis ausgeschlossen werden sollte.

Bundeskanzler Olaf Scholz sprach sich am Montag im ZDF für den Erhalt der G20 aus. "Eins ist klar: Die G20 müssen auch weiter eine Rolle spielen." Es gebe "die gemeinsame Überzeugung, dass wir die G20 nicht torpedieren wollen", fügte er hinzu.

Vor Scholz hatte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gegen einen Boykott des G20-Gipfels im Herbst ausgesprochen - auch wenn Putin am nächsten Treffen teilnehmen sollte. "Wir müssen sehr genau überlegen, ob wir die gesamte G20 lahmlegen, da plädiere ich nicht dafür", sagte von der Leyen am Sonntagabend im ZDF.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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