Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich um seinen Koalitionspartner Freie Wähler (FW). Nicht weil deren Vorsitzenden Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sich des öfteren Sondertouren erlaubt und außerhalb des Kabinetts gelegentlich ganz anders redet als die Koalitionsdisziplin verlangt, sondern wegen der Bundestagswahl.

Wenn die FW beim Anlauf auf die Fünf-Prozent-Hürde kläglich scheitern und auch in Bayern weit unterhalb ihres Niveaus bleiben sollten, befürchtet Söder einen "Nervositätsschub", der auch die Arbeit seiner Staatsregierung deutlich erschweren könnte. Und: Er könnte nach der Wahl ohne Wirtschaftsminister dastehen.