Engpass beseitigen Schutzmasken zum Selbernähen für Landkreise

Mundschutz-Masken werden dringend im medizinischen Bereich benötigt. Foto: Wang Quanchao/XinHua/dpa/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat angekündigt, Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat schon bald mit Material zu versorgen, aus denen Nähereien selbst Schutzmasken herstellen können.

Ziel sei es, den Engpass bei den Masken zu beseitigen, damit zum Beispiel bei der Alten- und Krankenpflege für mehr Infektionsschutz gesorgt ist. Das hat das Wirtschaftsministerium am Donnerstag bekanntgegeben. Demnach soll das Technische Hilfswerk in den kommenden Tagen Rollen mit Vliesstoff für je 5.000 Masken an die Landkreise und kreisfreien Städte liefern, einschließlich jeweils mehrerer hundert Mustermasken als Nähvorlage. Daraus sollen schnell eine Million Schutzmasken genäht werden, ebenso sei für Nachschub gesorgt.

Der Stoff ist für FFP2- und FFP3-Masken zertifiziert, bietet also hohen Schutz für professionelle Anwender im medizinischen und pflegerischen Bereich. Aiwanger: "Jetzt ist Pragmatismus und Selbsthilfe gefragt. Altenheime und Krankenpflege müssen schnell an vernünftiges Material kommen, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren."

Die Bekanntmachung fällt zusammen mit einem Interview, das Ärztepräsident Klaus Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gegeben hat, und aus dem "Focus Online" zitiert. Demnach fordert der Ärztepräsident die Menschen dazu auf, sich zu schützen, und auch Masken im öffentllichen Raum zu tragen. Die Bevölkerung solle sich provisorisch selbst Masken basteln, solle sich aber nicht mit FFP2- oder FFP3-Masken versorgen, da diese dringend im medizinischen Bereich benötigt würden. 

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