Die PARTEI ist das Gegenteil von politischer Korrektheit. Vor 17 Jahren wurde die Satirepartei von Martin Sonneborn und einigen "Titanic"-Kollegen gegründet. Inzwischen gibt es auch einen Straubinger Kreisverband, der vor allem mit seiner Plakatierung zur Bundestagswahl auffällt. Armin Laschet als Minion, ein Ruf nach mehr Pollern für die Stadt oder die Feststellung "Nazis töten": Satiriker wissen eben, wie man provoziert. Wir sprachen darüber mit Marco Schimpfhauser, der als Direktkandidat für Die PARTEI antritt.

Ihre Partei ist für ihre kontroversen und satirischen Plakataktionen bekannt. Wer hat die Plakate für Straubing ausgesucht beziehungsweise entworfen? Es ist mit dem Poller-Plakat ja eines dabei, das einen direkten Bezug zur Stadt hat...

Marco Schimpfhauser: Unser Kreisverband kann auf den Plakat-Pool der Zentrale zurückgreifen. In einer demokratischen Abstimmung haben wir uns überlegt, welche thematischen Schwerpunkte wir setzen wollen und uns aus einer großen Auswahl einige Plakate ausgesucht. Darüber hinaus war uns auch der lokale Bezug wichtig. Ich hab' den Parteimitgliedern ganz demokratisch das Thema Poller aufgezwungen - zum Glück waren alle meiner Meinung. Wir haben das Plakat dann entworfen und anfertigen lassen.

Gerade das "Nazis töten"-Plakat sorgt immer wieder für Diskussionsstoff, manchen Bürgern geht das zu weit. Wie argumentieren Sie bei solchen Vorwürfen?