Dicht & Ergreifend in Passau Geldspende und Rap-Konzert fürs Klinikum

Endlich wieder auf der Bühne. Foto: Corinna Kindler

Die bayerische Rap-Band „Dicht & Ergreifend“ hat am Montag ein kleines Konzert für die Mitarbeiter des Klinikums Passau gegeben. Im Gepäck hatten sie einen Koffer voll Geld. Wie kam es dazu?

Die Kulturbranche steckt in der Krise. Fehlende Veranstaltungen und Einschränkungen durch Corona machen es Künstlerinnen und Künstlern nicht leicht. Doch was Fabian Frischmann, alias Lef Dutti, und Michael Huber, genannt George Urkwell, auf die Beine gestellt haben, sollte ein Zeichen sein. Die Kulturwelt steht nicht still und sieht zu. Sie agiert.

Und so verkauften die „Dichtis“ online in wenigen Augenblicken Tickets für 6 Konzerte, die erst stattfinden werden, wenn alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben sind. 120.000 Euro wurden in die Kasse gespült. Ein Drittel der Einnahmen sollten an das Passauer Klinikum gehen. Diese 40.000 Euro hatte die Band beim Auftritt in Passau im Gepäck.

In einer symbolischen Spendenübergabe wurde der Betrag gestern dem Klinikum ausgehändigt. Dazu gab es ein eigens für das Klinikpersonal organisiertes Konzert. Trotz Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht. Für die Bandmitglieder etwas seltsam. „Man sieht nicht, wie die Leute schauen“, erklärt Lef Dutti im NIEDERBAYERN TV Interview. Trotzdem war er froh, mal wieder vor Publikum rappen zu können.

Und während er erzählt, dass am Folgetag die Arbeit am neuen Album starten soll, hält ihm sein Kollege George Urkwell ein Stethoskop an die Stirn. Ob er schon die ersten Beats hören konnte? Dass man sich für das Klinikum Passau als Nutznießer entschieden hat, sei ganz zufällig entstanden. Die „Keksnummer, die sich der Herr Scheuer geleistet hat“, wie es Urkwell nennt, sei der Auslöser gewesen.

Doch was geschieht mit dem Geld? Stefan Nowack, Werkleiter des Klinikums, fasst die bisherigen Planungen zusammen: „Wir wollen, dass alle Mitarbeiter davon profitieren.“ Man habe in der Einrichtung eine schwere Zeit hinter sich. Da kam die Aktion gerade recht. „Ich glaube, das hat uns allen richtig gut getan.“ erklärt er weiter.

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