Deutschland Gefährdung von Kindern: Ämter haben häufiger kontrolliert

Hand in Hand tanzen Kinder und Erzieherinnen bei einem Bewegungsspiel. Foto: Christian Charisius/dpa/dpa
Hand in Hand tanzen Kinder und Erzieherinnen bei einem Bewegungsspiel. Foto: Christian Charisius/dpa/dpa

Fürth (dpa/lby) - Die Jugendämter in Bayern mussten im vergangenen Jahr deutlich häufiger wegen Verdachts einer Kindeswohlgefährdung tätig werden. In 21.347 Fällen haben die Ämter im Jahr 2020 überprüft, ob das Wohl von Kindern oder Jugendlichen in Gefahr war. Wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Fürth berichtete, sind das neun Prozent mehr Fälle als im Vorjahr.

In etwa zwei Dritteln der Fälle stellten die Behörden dann auch tatsächlich Probleme fest. Bei knapp 3000 Gefährdungseinschätzungen sei eine akute, bei rund 3400 eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt worden, teilte das Landesamt mit. "Dabei waren Anzeichen für eine Vernachlässigung, eine psychische oder körperliche Misshandlung die häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung."

Bei fast 7700 Fällen wurde zwar keine Gefährdung des Kindes erkannt. Die Familien bekamen aber Unterstützungsangebote der Kinder- und Jugendhilfe, beispielsweise eine Erziehungsberatung.

© dpa-infocom, dpa:210708-99-307945/2

 

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