Darts-Wunderkind Darts rund um die Welt

Dass der Fünftklässler heute als größte deutsche Darthoffnung nach Max Hopp gilt, hat er auch einem ganz bestimmten System zu verdanken - RadikalDarts. Der Begriff steht nicht nur für eine Firma, die Dartautomaten herstellt. Er bezeichnet auch eine Online-Plattform, die es Spielern auf der ganzen Welt ermöglicht, sich mit anderen zu messen. So können Hobby- oder Profispieler miteinander trainieren und Wettkämpfe austragen, ohne dabei große Fahrtstrecken zurücklegen zu müssen.

Durch Kameras im Automaten sehen sich die Spieler auf einem Bildschirm. Auch die aktuellen Punktzahlen und die Punkte pro Wurf werden von dem Gerät angezeigt. „So können Nutzer der Plattform in ihrem Dorfwirtshaus bleiben und sich mit minimalem Aufwand beispielsweise mit Gegnern im Ausland messen“, sagt Michael Lankes, der nicht nur Vorstand im Chamer Dartclub, sondern auch Sportfunktionär für Bayern ist.

Cham als Vorreiter im Süden

Und genau da will Lankes das System jetzt etablieren, da RadikalDarts bislang nur in Norddeutschland flächendeckend genutzt wird. Laut dem Funktionär laufen dort inzwischen 90 Prozent aller Wettkämpfe und Turniere über die Plattform. „Als erste zertifizierte Goldspielstätte Bayerns wollen wir in Cham jetzt den Vorreiter für unsere Region und ganz Bayern spielen. Bisher aber steht alles noch am Anfang“, erklärt er.

Besonders für junge Spieler wie David kann das System ein wichtiges Sprungbrett sein. Der Vorteil: Da alle Ergebnisse im Netz schnell zu finden sind und der Spielstand sogar im Liveticker verfolgt werden kann, sehen viele, wie gut man ist. „Durch RadikalDarts wurde David letztendlich entdeckt. Hätte er immer nur alleine trainiert und seine Darts geworfen, wäre sein Bekanntheitsgrad heute bestimmt um einiges kleiner“, ist Lankes überzeugt. Er traut dem Toptalent aus Waffenbrunn eine Menge zu. „Bei Davids derzeitiger Entwicklung gibt es eigentlich nur eine Option: Er muss Profi werden.“

Trainingseinheiten mit Spaniern

Für den Traum von der Profikarriere und einer möglichen WM-Teilnahme in London tut David alles. Regelmäßig stehen Trainingsspiele gegen Norddeutsche oder auch spanische Spieler auf dem Programm. Man findet ihn schon auf Platz 200 einer weltweiten Online-Rangliste der Spieler, die in den letzten drei Jahren auf das in Deutschland bekannte English Board gespielt haben. Nicht schlecht für einen Zehnjährigen. Sein Vater stellt immer wieder fest, dass die Onlinewelt der Dartspieler noch einen ganz anderen Vorteil bietet. „David lernt über das System viele neue Leute kennen. Erst spielt man gegeneinander über das System, dann trifft man sich auf Turnieren und hat sofort eine Basis für den gemeinsamen Austausch.“

David bei den Turnieren anzumelden, um seine Entwicklung voranzubringen, kostet nicht nur Zeit, sondern in erster Linie Geld. Um das aufbringen zu können, ist sein Vater auf der Suche nach einem Sponsor. RadikalDarts unterstützt David zwar, aber die Suche nach einem richtigen Hauptsponsor verlief bislang erfolglos. „Am liebsten wäre uns jemand aus der Region, beziehungsweise dem Landkreis Cham. David könnte auch durch sein Alter eine gute Werbefigur abgeben. Leider stoßen wir bis jetzt oft auf mangelndes Interesse“, erklärt Lankes. Dann wandert sein Blick in den benachbarten Raum, wo David unbeirrt seine Pfeile wirft - immer und immer wieder.

 

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