Corona-Welle Lieferketten: Logistikbranche schlägt Notfallmaßnahmen vor

Experten befürchten wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante Probleme bei der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur. Foto: Christian Charisius/dpa/dpa

Die deutsche Logistikbranche bereitet sich auf Einschränkungen durch die Ausbreitung der Omikron-Variante vor. Dabei soll auch ein Plan aus der ersten Welle im März 2020 helfen.

Frankfurt/Main - Die deutsche Logistikbranche schlägt Notfallmaßnahmen vor, um Lieferketten in einer befürchteten fünften Corona-Welle aufrechtzuerhalten.

Er könne sich vorstellen, dass kurzfristig der im März 2020 geschlossene "Pakt zur Versorgung Deutschlands" neu aufgelegt werde, sagte Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), dem Fachdienst "Tagesspiegel Background". "Wir müssen alle die Luft anhalten und hoffen, dass es nicht so eng wird wie befürchtet."

Im Frühjahr 2020 hatten mehrere Branchenverbände in der ersten Corona-Welle versprochen, die "Funktionsfähigkeit der Lieferketten flächendeckend und zu jeder Zeit" sicherzustellen. In Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium wolle man Anfang Januar über einen neuen Gütertransportpakt sprechen, sagte Engelhardt. "Es darf sich nicht wiederholen, dass in den Supermärkten die Regale leer bleiben oder Industrieunternehmen nicht mit Teilen versorgt werden."

Weil im Frühjahr 2020 viele Fahrer aus Osteuropa wegen Corona in ihre Heimatländer zurückgekehrt waren, brachen manche Lieferketten zusammen. Spediteure sprangen ein, Lkw wurden umgerüstet und umgeleitet, die Versorgung wieder aufgenommen. "Das geht aber nur punktuell", sagte BGL-Vorstandssprecher Engelhardt. Der Verband setzt nun vor allem darauf, dass die Impflücke in der Branche geschlossen wird. Drei Viertel der Fahrer sind laut Engelhardt geimpft.

© dpa-infocom, dpa:211221-99-468003/3

 
 
 

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