Corona-Regeln Beschränkungen: Was aktuell in Bayern gilt

Hier finden Sie alle aktuellen Corona-Regeln im Überblick. (Symbolbild) Foto: Matthias Balk/dpa/dpa

Einst galten in Bayern die bundesweit strengsten Corona-Regeln. Mittlerweile ist ein Großteil der Maßnahmen jedoch aufgehoben worden. In diesem Artikel listen wir auf, welche Regeln nach wie vor in Kraft sind. 

Keine Isolation mehr - was gilt jetzt für Corona-Infizierte?

Bereits seit dem 16. November 2022 müssen sich Corona-Infizierte in Bayern nicht länger in Isolation begeben. Stattdessen gelten nun verpflichtende Schutzmaßnahmen für Personen, die positiv auf Corona getestet werden. Sie dürfen ihre Wohnung zwar verlassen, müssen dann aber verpflichtend eine Maske tragen (sowohl in Innenräumen als auch im Freien). Zudem dürfen sie keine medizinischen und pflegerischen Einrichtungen betreten. Die neuen Schutzmaßnahmen gelten für Betroffene zwischen fünf und zehn Tage lang. Nach fünf Tagen werden sie frühestens beendet, wenn Infizierte seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Nach zehn Tagen enden die Maßnahmen spätestens - auch dann, wenn die Betroffenen nach wie vor Symptome haben. 

Wo gilt noch eine Maskenpflicht?

Die letzte rein bayerische Maskenpflicht ist zum 1. Februar ausgelaufen. Damit gelten jetzt nur noch die Regelungen des Bundes. Diese sehen eine FFP2-Maskenpflicht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und für Patienten sowie Besucher von Arztpraxen vor. Im Fernverkehr fällt die bisherige Maskenpflicht dagegen zum 2. Februar weg. 

Zwar empfiehlt Bayern weiterhin allgemeine Schutzmaßnahmen, wozu neben dem Mindestabstand auch das Tragen von Masken in Innenräumen sowie regelmäßige Desinfektion gehört. Allerdings ist das eben nur eine Empfehlung. Wer keine Maske tragen möchte, braucht das nicht zu tun.

Was gilt in Pflegeheimen und Kliniken?

Zusätzlich zur FFP2-Maske muss bundesweit beim Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern auch ein frisches negatives Testergebnis vorgelegt werden. Für Beschäftigte gilt: Tests mindestens dreimal pro Woche. Pflegeheime müssen Beauftragte benennen, die sich um Impfungen, Hygiene und Therapien für Erkrankte etwa mit dem Medikament Paxlovid kümmern sollen.

Was beinhaltet die sogenannte Erste-Länder-Stufe?

Über die bundesweiten Regeln hinaus können die Landesregierungen weitere Vorgaben machen. Möglich werden so neben Masken im Nahverkehr auch wieder Maskenpflichten in Innenräumen wie Geschäften und Restaurants - mit der Ausnahme, dass man keine Maske braucht, wenn man in der Gastronomie und bei Kultur-, Freizeit- oder Sportveranstaltungen einen Test vorzeigt. In Schulen und Kitas können Tests vorgeschrieben werden. Möglich sind auch Maskenpflichten in Schulen - aber nur ab Klasse fünf und soweit es zum Aufrechterhalten "eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich" ist.

Was passiert bei der Zweiten-Länder-Stufe?

Bei einer regional kritischeren Corona-Lage können die Länder noch weitere Vorgaben verhängen. Dazu zählen Maskenpflichten auch bei Veranstaltungen draußen, wenn dort Abstände von 1,50 Metern nicht möglich sind. Vorgeschrieben werden können Hygienekonzepte für Betriebe und andere Einrichtungen. Zudem werden Besucher-Obergrenzen für Innenveranstaltungen möglich. Bedingung dafür sind aber ein Landtagsbeschluss und die Feststellung, dass eine konkrete Gefährdung für das Gesundheitswesen oder andere wichtige Versorgungsbereiche besteht - mit einer Gesamtschau von Indikatoren.

Was ist der "Pandemieradar"?

Eine Art "Pandemieradar" soll mehr Daten zur Gefahrenlage vor Ort verfügbar machen, wie das Bundesgesundheitsministerium erläutert - etwa mit tagesaktuellen, genaueren Angaben zu belegbaren Betten und Patienten in Kliniken, dazu Daten aus Abwasseruntersuchungen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnte aber schon, dass mehrere geforderte Daten nicht oder nur in abweichender Form gemeldet werden könnten.

Wie lange gelten die neuen Regeln?

Der bundesweite Rechtsrahmen dafür steht nun bis Karfreitag, 7. April 2023, bereit.

Wer gilt in Bayern als vollständig geimpft?

Seit dem 1. Oktober 2022 ist grundsätzlich eine Auffrischimpfung - also eine dritte Spritze - nötig, um als "vollständig geimpft" zu gelten.

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