Corona-Regeln Beschränkungen: Was aktuell in Bayern gilt

Welche Corona-Regeln in Bayern aktuell gelten, lesen Sie in unserer Übersicht.
Hier finden Sie alle aktuellen Corona-Regeln im Überblick. (Symbolbild) Foto: Matthias Balk/dpa/dpa

Am 3. April sind in Bayern ein Großteil der bisher geltenden Corona-Schutzmaßnahmen weggefallen. Nur in Ausnahmefällen sind Mindestabstand und Masken dann noch notwendig. In diesem Artikel listen wir auf, welche Regeln gelten.

Wo gilt noch eine Maskenpflicht?

Eine FFP2-Maske muss ab 3. April nur noch im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie in „besonders vulnerablen“ Einrichtungen getragen werden. Dazu gehören Arztpraxen, Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Tageskliniken, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Rettungsdienste, Pflegedienste, voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte. In allen anderen Bereichen fällt die Maskenpflicht weg.

Zwar empfiehlt Bayern weiterhin allgemeine Schutzmaßnahmen, wozu neben dem Mindestabstand auch das Tragen von Masken in Innenräumen sowie regelmäßige Desinfektion gehört. Allerdings ist das eben nur eine Empfehlung. Wer keine Maske tragen möchte, braucht das nicht zu tun.

Was bedeutet das für die G-Regeln?

Die bisherigen 2G- und 3G-Regelungen fallen komplett weg. Ungeimpfte haben damit auch ohne Test wieder Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Nur in zwei Bereichen gibt es Ausnahmen. Das betrifft die oben genannten vulnerablen Einrichtungen sowie die bayerischen Justizvollzugsanstalten. Hier brauchen Besucher weiterhin einen tagesaktuellen Schnelltest. Auch die Beschäftigten und das Personal werden weiterhin getestet.

Was gilt in Schulen und Kitas?

Auch in Schulen und Kitas fällt die Maskenpflicht ab 3. April weg. Hier wird aber zunächst im bisherigen Umfang weiter getestet. An Grund- und Förderschulen wird zweimal pro Woche ein PCR-Pooltest gemacht, alle anderen Schüler machen dreimal pro Woche einen PCR- oder Schnelltest. Auch ein Selbsttest unter Aufsicht ist möglich. Tritt in einer Klasse ein Infektionsfall auf, wird öfter getestet. Wie es nach den Osterferien weitergehen soll, will der Ministerrat rechtzeitig entscheiden.

Was ist mit der Hotspot-Regelung?

Die sogenannte Hotspot-Regelung sieht vor, dass in bestimmten Bereichen auch wieder strengere Maßnahmen erlassen werden können, sollte die Infektionslage das erforderlich machen. Den rechtlichen Rahmen dafür bildet das neue Bundesinfektionsschutzgesetz. Laut Überzeugung der bayerischen Staatsregierung ist der entsprechende Passus aus der Feder der Ampel-Koalition allerdings „nicht rechtssicher anwendbar“. Bayern verzichtet deswegen vorerst darauf, einzelne Regionen zu Hotspots zu erklären.

Wie lange gelten die neuen Regeln?

Die neue Maßnahmenverordnung gilt zunächst bis zum 30. April, also vier Wochen lang. Dann wird sie – je nach Infektionslage – entweder verlängert oder angepasst.

Wer gilt in Bayern als „geboostert“ – und wie lange?

Mit dem Wegfall der G-Regeln spielt der individuelle Impfstatus im neuen Infektionsschutzgesetz nur noch eine untergeordnete Rolle. Vorteile für „Geboosterte“ gibt es nicht mehr. Die Kriterien dahinter bleiben aber unverändert.

Bedeutet im Klartext: Wer zwei Impfungen mit einem mRNA-Impfstoff oder dem Proteinimpfstoff Novavax erhalten hat, gilt als vollständig geimpft. Ohne Auffrischungsimpfung gelten geimpfte Personen EU-weit 270 Tage lang als immunisiert. Nach Ablauf dieser Frist werden sie Menschen ohne Schutzimpfung gleichgestellt.

Für die Auffrischungsimpfung werden in Deutschland nur mRNA-Impfstoffe, also Biontech und Moderna, verwendet. Als geboostert gilt, wer

  • zweimal geimpft ist und dann eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs erhält (geimpft, geimpft, geimpft)
  • zweimal geimpft ist und dann eine Corona-Infektion übersteht (geimpft, geimpft, genesen)
  • an Corona erkrankt und sich danach zwei Mal impfen lässt (genesen, geimpft, geimpft)

Der „geboostert“-Status ist in Bayern bislang zeitlich unbeschränkt.

Ausnahmen gibt es beim Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson: Hier benötigen Betroffene eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff, um als vollständig geimpft zu gelten. Wollen sie den Booster-Status erhalten, benötigen sie noch eine dritte Impfdosis.

Wie lange müssen Kontaktpersonen und Infizierte in Quarantäne?

Im Falle einer Infektion müssen Betroffene und enge Kontaktpersonen in der Regel zehn Tage in Isolation. Sie können sich nach sieben Tagen mit einem PCR- oder Antigen-Schnelltest freistesten. Infizierte müssen zusätzlich 48 Stunden symptomfrei sein, um ihre Quarantäne beenden zu können.

Für Beschäftigte etwa in Kliniken und Altenheimen ist zur Beendigung von Quarantäne und Isolation ein PCR-Test verpflichtend, oder es müssen fünf Tage lang täglich negative Schnelltests vorgelegt werden. Schüler sowie Kita- und Kindergarten-Kinder, die als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen, können sich bereits nach fünf Tagen freitesten, per PCR- oder Antigen-Schnelltest.

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