Mit dem druckfrischen Abiturzeugnis in der Tasche begann die Straubingerin Isabella Eigner ein Volontariat in der Lokalredaktion des Straubinger Tagblatts. 1993 war das. Seit Anfang Februar ist die heute 47-Jährige Chefredakteurin der Zeitschrift "test" der Stiftung Warentest mit einer Auflage von 350.000 monatlich verkauften Exemplaren. Sie führt eine Redaktion mit 45 Mitarbeitern in Print und Online. Mit Mann und Tochter lebt sie in Berlin.

Wie war denn Dein Werdegang zur Stiftung Warentest, nachdem Du als Straubingerin von 1993 bis 1995 beim Straubinger Tagblatt volontiert hattest?

Isabella Eigner: Nach dem Volontariat habe ich in Bamberg Germanistik mit Schwerpunkt Journalistik auf Diplom studiert, war ein Studienjahr in Rom und habe während der Semesterferien viele unterschiedliche Praktika gemacht: In Pressestellen, etwa der von Amnesty International in Bonn, aber auch in Redaktionen von Zeitschriften und Zeitungen, so zum Beispiel bei der Rhein-Main-Zeitung der FAZ. Nach dem Studium arbeitete ich nochmal ein halbes Jahr in der Pressestelle von Amnesty iInternational, dann aber schon in Berlin, wohin ich kurz zuvor umgezogen war. In dieser Zeit bewarb ich mich um eine Stelle als "Redakteurin zur Ausbildung" bei der Stiftung Warentest und fing im Januar 2002 dort an.

Wie hat Deine bisherige Arbeit bei der Stiftung Wartentest ausgesehen? Du bist da schon 19 Jahre tätig. Was macht den Reiz für Dich aus?