Champions League Matchballspiel für Dortmund, Strohhalmspiel für Leipzig

Vor dem Champions-League-Duell gegen Ajax Amsterdam haben die BVB-Spieler Reinier (v.l.), Dan-Axel Zagadou, Thorgan Hazard, Axel Witsel, Torwart Gregor Kobel und Marco Reus im Abschlusstraining Spaß. Foto: Bernd Thissen/dpa

Große Chance für Borussia Dortmund, letzte Chance für RB Leipzig: Während der BVB am Dienstag gegen Ajax Amsterdam das Tor zur K.o.-Runde der Champions League schon weit aufstoßen kann, greift RB parallel nach dem letzten Strohhalm. In Paris hilft gegen die Startruppe um Lionel Messi und Kylian Mbappe nach dem Fehlstart in die Königsklasse eigentlich nur ein Sieg.

Dortmund kann nach zwei Siegen in Folge schon gegen den punktgleichen Tabellenführer Amsterdam einen "Big Point" holen. Trainer Marco Rose warnte dennoch vor Übermut. "Wir wissen, was da auf uns zurollt. Wir dürfen den Schlagabtausch auf keinen Fall ausarten lassen", forderte der Coach vor dem Spiel um Platz eins (21.00 Uhr/Amazon Prime).

Dortmunds Ziel ist ein Sieg

Emre Can betonte, das Ziel sei, "zu gewinnen". Denn: Der Sieger ist mit neun Punkten aus drei Spielen so gut wie durch - und er kann in der Knochenmühle der englischen Wochen die Belastung besser steuern.

"Ajax, Bundesliga, Pokal, Bundesliga, wieder Ajax, Bundesliga", zählte Rose auf, "das wird richtig anspruchsvoll. Wenn ich es mir malen könnte, gewinnen wir in Amsterdam - aber leider ist das nicht 'Wünsch dir was'." Einen brauchen sie dafür ganz besonders: Ausnahmestürmer Erling Haaland, der gegen den FSV Mainz 05 (3:1) am Samstag 90 Minuten lang auf dem Feld stehen musste.

Haaland will "immer unbedingt" spielen

Dass dies nicht der Plan gewesen war, hat auch der niederländische Rekordmeister bemerkt. "Wenn ich die Wahl hätte, wäre es mir lieber, dass er nicht dabei ist", sagte der frühere Bremer Davy Klaassen. Da muss Rose ihn wohl enttäuschen: Es ist nicht an der Zeit, seinen herausragenden Spieler zu schonen. Haaland wolle sowieso "immer unbedingt", sagte der Trainer.

Auf einen Schonung der PSG-Stars darf auch RB Leipzig nicht hoffen, aber immerhin: Neymar fällt mit Adduktorenproblemen aus. Trainer Jesse Marsch hat für die Partie im Prinzenpark (21.00 Uhr/DAZN) ohnehin einen Plan: "Wir müssen in Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Messi und Mbappe sehr gut sein und hart verteidigen", sagte er am Montag. Gelingt dies nicht, wäre die dritte Pleite im dritten Königsklassen-Spiel kaum zu verhindern und das Achtelfinale utopisch.

Leipzig steckt in der Krise

Und dafür spricht in der Tat einiges. "Wir müssen als Mannschaft schon eine sehr gute Leistung bringen, um eine Chance zu haben", sagte RB-Kapitän Peter Gulacsi. Richtig gut war Leipzig zuletzt aber nur vereinzelt. Erst am Samstag holte RB in der Liga beim SC Freiburg ein glückliches 1:1.

Der Grund: Ein bedenklicher Einbruch - diesmal in der zweiten Halbzeit. Immer wieder leisten sich die Leipziger hanebüchene Abwehrfehler, die sie gegen PSG Kopf und Kragen kosten könnten. Symbolträchtig für die Probleme stand das wilde 3:6 bei Manchester City zum Champions-League-Auftakt, ehe auch das zweite Spiel gegen den Underdog FC Brügge wegen schlimmer Patzer 1:2 verloren ging.

Auf ähnliche Einladungen warten Messi und Mbappe nur. "Das wird eine schwierige Aufgabe. Paris war schon ohne Messi so eine gute Mannschaft", sagte Marsch.

 

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