Cham "Humane Tierdressur"

Hardy Weisheit erinnert sich gerne zurück an den letzten Besuch in Cham, vor 20 Jahren. Foto: Schmid

Vor 20 Jahren ist Hardy Weisheit schon einmal mit seinem Zirkus in der Kreisstadt gewesen. Mit seinen Elefanten schritt er durch die Innenstadt, zum damaligen Bürgermeister, und machte so Werbung für die Auftritte. An diese Zeit denkt der Zirkusdirektor gerne zurück.

Denn heute eilt ihm in jeder Stadt, die er besucht, der negative Ruf voraus. Die Tierrechtsorganisation Peta verschickt zuverlässig Pressemitteilungen und die Stadtverwaltungen verweigern ihm Plätze für Zelt und Lager. In Cham, wie auch in allen anderen Städten des Landkreises, die der Circus Afrika besucht, stellen Privatpersonen Flächen zur Verfügung. Der Zauber, den die Zirkuswelt ausübt auf die Zuschauer, sei ungebrochen, sagt Weisheit. Daher würde er sich wünschen, die Städte würden "mehr Rückgrat" zeigen.

Die Kritik an der Wildtierhaltung kann Weisheit nicht nachvollziehen. "Meinen Tieren geht es gut", betont er. Der Elefant Ghandi lebe seit 50 Jahren in der Familie - mit ihm sei er aufgewachsen, erklärt der 52-Jährige. Die Tierdressur habe sich geändert. "Heute lässt keiner mehr einen Löwen durch den brennenden Reifen springen." Die Kunststücke heute seien mit der "humanen Tierdressur" zu vereinbaren. Die Tiere machen ein Drittel der Vorführungen aus, die anderen zwei Drittel Clowns und Artisten - für Letzteres ist die Familie Weisheit seit 1900 bekannt. Auf die tierischen Einheiten verzichten kommt für Weisheit nicht in Frage. "Dann sind wir kein Zirkus mehr, sondern ein Varieté", möchte er seine Familientradition hochhalten. Aber er kommt an seine Grenzen.

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