Cham Im Landkreis Cham kommt die Post jetzt elektrisch

In Cham schwärmen die Postboten zur ersten Probefahrt aus. Foto: D. Altmann

14 Lieferautos mit Elektroantrieb verteilt die Deutsche Post in den nächsten Tagen auf ihre Stützpunkte im Landkreis Cham. Die ersten vier davon befinden sich seit Donnerstag in der Kreisstadt, vier weitere sollen im August folgen.

Darüber hinaus werden künftig sechs der umweltfreundlichen Streetscooter in Bad Kötzting stationiert. Christa Strohmeier-Heller, zweite Bürgermeisterin der Stadt Cham, begrüßte das Umweltbewusstsein des ehemaligen Monopolisten.

Die Kreisstadt ist der erste Zustellstützpunkt der Post in der Region, in dem die Briefträger Elektrofahrzeuge nutzen. Sie fahren künftig mit vier E-Lieferwagen Briefe und Pakete aus. Damit treibt das Unternehmen die Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotte voran. Die klimafreundlichen Lieferwagen sind eine Eigenentwicklung der Deutschen Post, erklärten Konzernvertreter bei der Vorstellung. Immer mehr Streetscooter kommen inzwischen als Lieferwagen für den Paket- und Briefzustelldienst zum Einsatz. Sukzessive sollen die 33.000 deutschen Post-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch elektrisch angetriebene ersetzt werden.

Bayernweit sind mittlerweile 350 gelbe Lieferflitzer unterwegs. Bis kommendes Jahr sollen 2.000 Elektroautos im ganzen Bundesgebiet zum Einsatz kommen. Und die Briefträger in Cham sind vorne mit dabei. Denn ihr Zustellstützpunkt ist einer der Ersten in Ostbayern. In Passau fahren sie seit 14 Tagen elektrisch, in Regensburg tun sie das ab kommender Woche. Die Chamer Postboten drehten am Donnerstag bereits eine erste Runde durch die Innenstadt.

Das wird auch das künftige Einsatzgebiet der Autos sein. Mit Einführung dieser Antriebsart wolle die Post ihrer umweltpolitischen Verantwortung nachkommen, teilte der Chamer Betriebsleiter Henning Lommer mit. Der Gedanke dazu wurde vor vier Jahren geboren. 2012 übernahm die Post ein Start-up-Unternehmen der Rheinisch-westfälischen Technischen Hochschule Aachen, die am Konzept der Streetscooter arbeitete. In einer Kooperation entstanden speziell auf den Zustelldienst abgestimmte Elektrofahrzeuge mit bis zu 80 Kilometern Reichweite.

Die Elektrofahrzeuge eignen sich daher insbesondere für Fahrten mit ausgeprägtem Start-Stopp-Verkehr, und sind im Verbundzustelldienst in den Randlagen der Stadt am Regenbogen im Einsatz.

 

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