Cham Behörde: Keine Hinweise auf Gewalt bei dritter Leiche

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen 24 Jahre alten ehemaligen Altenpfleger in der Oberpfalz ist auf dem Friedhof in Cham eine dritte Leiche exhumiert worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Regensburg vom Mittwoch hat sich bei der Obduktion der sterblichen Überreste eines 89-jährigen Mannes keine eindeutige Todesursache mehr feststellen lassen. Hinweise auf Gewalteinwirkung gebe es nicht. Der Tatverdacht gegen den Beschuldigten habe sich somit nicht erhärtet.

Der 24-Jährige war Anfang Februar festgenommen worden, nachdem er in einem Seniorenheim in Furth im Wald versucht haben soll, einen Bewohner mit einem Kissen zu ersticken. Das verhinderte den Angaben nach eine Kollegin. Das Pflegeheim entließ den Mann. Die Behörden ermitteln in diesem Fall laut Staatsanwaltschaft wegen des dringenden Verdachts auf versuchten Totschlag. Der 24-Jährige befindet sich wegen psychischer Auffälligkeiten in einem Bezirksklinikum.

In der Folge wurden weitere Todesfälle überprüft und bereits die Leichen einer 80-Jährigen und einer 95-Jährigen exhumiert. Bei der 80 Jahre alten Frau wurden nach Behördenangaben im Nachhinein Knochenbrüche festgestellt, die auf einen Sturz und - anders als im Totenschein vermerkt - nicht auf eine natürliche Todesursache hinweisen. Es könne sich auch um einen Unfall gehandelt haben. Bei der zweiten Leiche seien keine eindeutige Todesursache sowie keine Hinweise auf Gewalt festgestellt worden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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