Buch-Tipp Zugehen, statt weglaufen in „Wie man eine Raumkapsel verlässt“

„Wie man eine Raumkapsel verlässt“ von Alison McGhee, erschienen bei dtv, 208 Seiten, ab zwölf Jahren. Foto: dtv

Will ist traurig. Warum hat sein Vater das gemacht und warum kann er nicht mehr mit Playa sprechen? Oft braucht es nicht viel. Nicht mehr als 100 Wörter pro Seite und 100 Kapitel davon.

Darum geht’s: Will muss laufen, um zu verarbeiten. Er geht zur Schule, zur Arbeit – er geht sich die Sorgen vom Leib. Nachdem sich sein Vater das Leben genommen hat, fragt er sich immer wieder, warum. Eine Antwort findet er nicht. Um sich abzulenken, macht Will Menschen in seiner Umgebung mit kleinen Gesten und Geschenken eine Freude. Seinem Boss, seiner Freundin Playa, einem Hund und einem Jungen. Dazwischen immer wieder Versuche, das Maisbrot genau so zu backen, wie es sein Vater getan hat und immer wieder die Versuche, das Warum zu begreifen.

In aller Kürze: Wow!

Das Besondere: Wer im Liegen liest, wird es lieben. Nur die rechte Seite ist mit Text bedruckt – jeweils mit exakt 100 Wörtern.

Übrigens: Wer sich fragt, woher der Titel stammt: Wie ein roter Faden zieht sich David Bowies „Major Tom“ durch die Geschichte – er war der Lieblingssänger von Wills Vater.

Fazit: Alison McGhee schreibt für alle, die traurig sind, nicht wissen, wie es weitergehen soll und wo sie mit ihrem Leben hinsollen. Sie schreibt für alle, die ihre eigene Raumkapsel verlassen wollen und es dank der Geschichte um Will vielleicht auch schaffen.

 

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