Auto BMW-Chef warnt vor verfrühtem Verbot von Verbrennungsmotoren

BMW-Chef Oliver Zipse: "Das größte Marktsegment absolut ist mit großem Abstand (...) der Verbrenner.". Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Der Vorstandsvorsitzende von BMW spricht bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Dabei bricht er eine Lanze für den Verbrenner.

Berlin - Der BMW-Vorstandsvorsitzende Oliver Zipse hat vor einem zu frühen und unüberlegten Verbot von Verbrennungsmotoren gewarnt.

Die Elektromobilität sei zwar heute das am stärksten wachsende Marktsegment, sagte er bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. "Das größte Marktsegment absolut ist aber mit großem Abstand in Deutschland, aber auch in Europa und weltweit, der Verbrenner. Bevor man so etwas innerhalb von acht oder zehn Jahren einfach abschaltet, muss man gut wissen, was man da tut."

Wenn man versuche, diese Technologie in Deutschland und Europa zu verbieten, der Weltmarkt aber noch gar nicht so weit sei, werde man diese Technologie auch im Weltmarkt verlieren, sagte Zipse. "Daher warnen wir auch, das zu früh zu tun und nicht der Transformation eine Chance zu geben, sich mit den Märkten zu entwickeln." Schädlich wäre es, wenn man eine Technologie, in der man eine Weltmarktstellung besitze, ohne Not einfach aufgeben würde - "und andere dann genau in dieses Marktsegment einfach reingehen", sagte der BMW-Chef. "Ich glaube, damit ist weder dem Klima noch sonst irgendjemandem geholfen."

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt warnte vor einer einseitigen Fokussierung auf die Elektromobilität. "Der Verbrennungsmotor hat den Wohlstand in Deutschland über Jahrzehnte mit gesichert, Arbeitsplätze und Wertschöpfung geschaffen. Und deswegen darf er nicht einseitig aus ideologischen Gründen aufgegeben werden." Man müsse ihn weiter entwickeln in Richtung CO2-Neutralität. Das sei mit synthetischen Kraftstoffen möglich.

© dpa-infocom, dpa:220202-99-949811/3

 

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