Biergärten öffnen wieder Das müssen Gäste und Betreiber ab Montag beachten

Bayerns Biergärten dürfen am Montag wieder ihre Pforten öffnen. Damit verbunden sind allerdings strenge Infektionsschutz-Auflagen für Betreiber und Gäste. (Symbolbild) Foto: Jörg Carstensen/dpa

Wochenlang sind Klappstühle und Bänke in Bayerns Wirts- und Biergärten wegen der Coronavirus-Pandemie leer geblieben. Damit ist nun Schluss, ab Montag können die Menschen im Freistaat das Frühlingswetter wieder in den Biergärten genießen. 

Gerade im Frühling und im Sommer sind die Biergärten nicht aus Bayern wegzudenken. Die Gastronomie in Außenbereichen darf nun ab Montag, 18. Mai, wieder öffnen. Um das Risiko einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren, gelten für Gäste und Betreiber allerdings zahlreiche Vorgaben. 

Was hat nun eigentlich alles geöffnet und wie lange?

Ab Montag öffnen laut Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums (STMWI) im Freistaat Biergärten, Wirtsgärten und Freischankflächen – allerdings nur bis 20 Uhr. Eine Woche später dürfen die Wirte dann auch die Innenbereiche bis 22 Uhr öffnen. 

 Mit wem darf ich auf der Bierbank zusammensitzen?

Da die Kontaktbeschränkungen nach wie vor gelten, dürfen nur Menschen aus maximal zwei Haushalten miteinander am Tisch sitzen - also etwa zwei Familien, zwei Paare, zwei WGs oder zwei Einzelpersonen.

 Kann ich mich beim Essen und Trinken mit COVID-19 infizieren?

Laut STMWI sind keine Fälle von Infektion mit Coronaviren über den Kontakt mit Lebensmitteln bekannt. Solange die allgemeinen Hygieneregeln bei der Anlieferung, Einlagerung und Verarbeitung eingehalten werden, besteht hier wohl keine Gefahr.

Muss ich auch im Biergarten Mundschutz tragen?

Grundsätzlich ja. Wenn Sie vom Tisch aufstehen und sich im Biergarten bewegen, also beispielsweise zur Toilette gehen, müssen Sie einen Mundschutz anlegen. Am Tisch dürfen die Masken abgenommen werden – vorteilhaft für den Verzehr von Wurstsalat und Radler-Mass.

Welcher Mindestabstand ist zu beachten?

Das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern ist laut STMWI auch in den Biergärten "oberstes Gebot". Der Mindestabstand gilt in allen Räumen einschließlich der sanitären Einrichtungen, auf Fluren, Gängen, Treppen und auch im Außenbereich. Grundsätzlich müssen alle Gäste an den Tischen und das Personal den Mindestabstand einhalten – ausgenommen sind Personen, die gemeinsam in einem Haushalt leben.

Kann ich aus dem Biergarten verwiesen werden, wenn ich die Vorgaben nicht einhalte?

Die Betriebe sind verpflichtet, Sie über die geltenden Sicherheitsmaßnahmen zu informieren – beispielsweise mit einem Aushang. Sie sind auch angehalten, konsequent von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Gäste, die die Vorschriften nicht einhalten, vor die Tür zu setzen.

 In welchen Fällen darf ich nicht in den Biergarten gehen?

Wenn Sie in den letzten 14 Tagen vor Ihrem geplanten Biergarten-Besuch Kontakt zu bestätigten COVID-19-Fällen hatten, müssen Sie Ihren Plan leider aufgeben. Auch wenn Sie sich krank fühlen und ganz besonders bei Atemwegserkrankungen jeder Schwere dürfen Sie nicht in den Biergarten. Sollten Sie feststellen, dass Sie während Ihres Biergarten-Besuchs Krankheitssymptome entwickeln, sind sie angehalten, das Lokal umgehend zu verlassen.

 Muss ich vor dem Besuch reservieren?

Vorgeschrieben ist eine Reservierung laut STMWI nur in den Innenbereichen, die ab 25. Mai öffnen dürfen. Für Außenbereiche wie Biergärten ist eine Reservierung laut Deutschem Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Allerdings können Sie Ihren Tisch trotzdem nicht frei wählen, denn das Personal ist angewiesen, Gästen einen Platz zuzuweisen.

Wenn Sie spontan den Biergarten besuchen, müssen Sie zudem damit rechnen, dass Ihre Personalien und Telefonnummer aufgenommen werden. Das soll sicherstellen, dass im Fall einer nachträglich bekannt werdenen Corona-Infektion bei Gästen oder Personal Infektionsketten nachvollzogen werden können. Die so erhobenen Daten müssen die Betreiber nach einem Monat löschen.

Ist trotz Mindestabstands-Maßnahmen genügend Platz in den Biergärten?

Das wird gerade bei den Außenflächen auch vom Wetter abhängen, wie Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert erklärt. Zumindest bei Freischankflächen haben ihm zufolge einige Kommunen bereits Entgegenkommen signalisiert, wenn Wirte sie erweitern wollen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat die Kommunen im Freistaat bereits gebeten, Stellflächen für die Außengastronomie rasch und unbürokratisch im Rahmen des rechtlich Möglichen zu genehmigen.

Auf was müssen die Biergarten-Betreiber achten? Mehr dazu finden Sie auf der zweiten Seite!

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