Betrug beim Autokauf Laufleistung des Audis fast dreimal höher

Mit einer falschen TÜV-Bescheinigung und manipuliertem Tacho betrogen Autoverkäufer einen Landkreisbürger. Foto: Andreas Gebert/dpa

Ermittler der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald haben einen Betrug beim Autokauf aufgedeckt. Statt der angegebenen 97.000 Kilometer hatte ein Audi Q5 tatsächlich fast das dreifache auf dem Tacho. Der zählte nämlich fast die dreifache Laufleistung. 

Ein 35-Jähriger aus dem Landkreis Cham ist jetzt der ausgeschmierte. Ihm fiel die Internetannonce des Wagens auf. Ein Verkäufer aus dem Raum Frankfurt am Main bot das SUV für 21.100 Euro an.

Dem Käufer erschien das als fairer Preis angesichts der Laufleistung. Anfang Dezember trafen sich die Handelspartner auf einem Parkplatz im Raum München, um den Kauf abzuwickeln. Erste Zweifel kamen auf, als der 35-Jährige den Audi zulassen wollte.

Bei einer vorgelegten TÜV-Bescheinigung fielen den Mitarbeitern der Zulassungsstelle Unregelmäßigkeiten auf. Sie baten Beamte der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald um Amtshilfe. Schnell konnten die Spezialisten dort feststellen, dass es sich bei der vorgelegten TÜV-Bescheinigung tatsächlich um eine Fälschung handelt.

Es folgten umfangreiche Ermittlungen. In deren Rahmen deckten die Ermittler auf, dass der Audi Q5 im Herbst in Ostfriesland mit einem Kilometerstand von 289.000 Kilometer zu einem Preis von 12.500 Euro an eine Betrügerbande verkauft wurde.

Diese manipulierte den Tacho des Audis, fälschten TÜV-Bericht und Kundendienstheft. Auch ihre Identitäten fälschten die mutmaßlichen Betrüger. 

 

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