Betriebsrat kritisiert Vorstand "Das Continental-Wertesystem liegt in Trümmern"

Continental-Chef Elmar Degenhart wirft der Betriebsrat fehlende Konzepte vor. Personalchefin Ariane Reinhart hat beim Betriebsrat jegliches Vertrauen verspielt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Das dürfte ein stürmischer Herbst für den Continental-Vorstand werden. Nachdem der Hannoveraner Autozulieferer bekannt gegeben hat, in Deutschland 13.000 und weltweit 30.000 Stellen abbauen zu wollen, hagelt es Kritik und Kampfansagen von Betriebsrats- und Gewerkschaftsseite.

Herbert Brücklmeier ist der Betriebsratsvorsitzende des Regensburger Conti-Standorts, an dem 2.100 Stellen im Feuer stehen. Im Interview spricht er über zerstörtes Vertrauen und Fehler des Vorstands.

Herr Brücklmeier, wie ist die Stimmung in der Belegschaft?

Herbert Brücklmeier: Es gibt Mitarbeiter, die niedergeschlagen und frustriert sind. Viele haben Angst und sind verunsichert, weil noch keiner weiß, wer vom Abbau betroffen sein wird. Die Gerüchteküche kocht. Ein Teil der Mitarbeiter ist wütend, bereit um den Arbeitsplatz zu kämpfen. Und bei manchen bricht sich der Trotz Bahn. Die planen, sonntags nicht mehr zu arbeiten. Das wäre aber kontraproduktiv, denn wir kämpfen um neue Aufträge und müssen beweisen, dass wir flexibler im Vergleich zu Mitbewerbern sind.

Insgesamt sind am Standort Regensburg 2.100 Stellen vom Abbau betroffen, verteilt auf die Firmen Continental und die ausgelagerte Antriebssparte Vitesco. Wo genau fallen die Stellen weg?

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