Belohnung ausgesetzt Polizei jagt den Feuerteufel von Gerzen

Bereits Ende 2014 hinterließ ein Feuerteufel im Raum Gerzen eine Spur der Verwüstung. Hier in einer Scheune in Engkofen bei Aham. Aktuell beschäftigt eine neuerliche Brandstiftungsserie in Gerzen die Polizei. Foto: km

Auffallend viele Brände suchen die kleine Gemeinde Gerzen im Landkreis Landshut seit Februar 2017 heim. Die Polizei glaubt mittlerweile nicht mehr an einen Zufall. Vielmehr deutet alles auf einen Feuerteufel hin, der dort sein Unwesen treibt. 

Seit nunmehr sechs Monaten wird insbesondere die Feuerwehr in Gerzen immer wieder auf Trab gehalten. Unter anderem brannte es in der Schloßparkstraße, in der Frontenhausener Straße, in der Reismühle, in Rutting und in der Resenödstraße. Die Ermittler der Kripo Landshut sind sich mittlerweile sicher: hinter all diesen Bränden steckt ein und derselbe Täter.

In Gerzen geht ein Feuerteufel um!

Der Täter zündelte dabei nicht nur ein bisschen. Der Fall Schloßparkstraße: dort ging in der Nacht auf Sonntag, 9. Juli, ein geparkter Opel plötzlich in Flammen auf. Die Tat ereignete sich gegen 2.40 Uhr. Der Schaden wird in diesem Fall von der Polizei auf rund 4.000 Euro geschätzt. Wenige Wochen zuvor soll der selbe Täter bereits auf einem Bauernhof in Reismühle bei Gerzen zugeschlagen haben. Dort fackelte er in der Nacht auf Mittwoch, 21. Juni, unter anderem einen Traktor und andere landwirtschaftliche Geräte in einer Maschinenhalle ab. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 25.000 Euro. Diese beiden Fälle sind hierbei nur ein Auszug der Spur der Verwüstung, die der Serientäter in Gerzen hinterlassen hat. "Insgesamt liegt der Schaden bei rund 55.000 Euro", berichtet Polizeisprecher Günther Tomaschko auf idowa-Nachfrage. 

Zusammenhang zu Fällen 2014?

Bereits Ende 2014 hatte ein Feuerteufel im Raum Gerzen Angst und Schrecken verbreitet. Der Sachschaden damals ging in die Hunderttausende. Verletzt wurde niemand. 

Lesen Sie hierzu: Dem Feuerteufel von Gerzen dicht auf den Fersen

Schnappen konnte man den damaligen Serientäter bis zum heutigen Tage noch nicht. Nicht auszuschließen also, dass der Feuerteufel von 2014 sein Werk seit Februar 2017 wieder fortsetzt. 

Im aktuellen Fall wurde nun eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kripo Landshut unter Telefon 0871/9252-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. 

 

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