Bedürftigkeit macht keinen Halt vor Corona: Deshalb sind die ehrenamtlichen Helfer der Tafel und der Lebensmittelausgaben im Landkreis Cham auch weiterhin für ihre Kunden im Einsatz - jedoch in einer etwas anderen Form. Mit abgepackten Tüten, Lieferdiensten und verjüngtem Personal trotzen sie der Krise.

Einen Hilfeaufruf an junge Menschen starteten Mitte März das Ehepaar Lindner und die Malteser-Geschäftsführerin Martina Vogl für die Lebensmittelausgabe in Waldmünchen. "Unsere Helfer sind überwiegend älter", sagt Vogl. Sie wollen lieber zu Hause bleiben, um kein Risiko einzugehen - "das war ihr Wunsch". Gleichzeitig sollte natürlich die Lebensmittelausgabe geöffnet bleiben. Und das tut sie auch: Bis zu acht junge Menschen hätten sich seitdem bei den Maltesern gemeldet. Eingestellt bleibt allerdings bis auf weiteres der Zubringer-Bus von Rötz nach Waldmünchen. Vier bis fünf Mitfahrer hätten diese Gelegenheit genutzt, um zur Lebensmittelausgabe zu kommen. "Da drehen wir den Spieß jetzt um. Statt die Kunden zu den Lebensmitteln zu bringen, bringen wir die Lebensmittel einfach zu den Menschen nach Hause." Diesen Dienst übernimmt nun ein Helfer aus Schönthal. Weil: So einen Malteser-Bus dürfe aus rechtlicher Sicht nicht jeder fahren. Skepsis machte sich in Waldmünchen zu Beginn der Krise auch bei den Kunden breit. Aus Angst vor einer Ansteckung trauten sie sich nicht mehr zur Ausgabe. Doch von Anfang an hielt das Team die Vorgaben des Gesundheitsamtes ein. Deshalb ist auch das Misstrauen bald verflogen. "Die Leute kommen wieder zu uns." Die vorgefertigten Taschen geben die Helfer vor der Einrichtung aus. Das Geld schmeißen die Kunden in eine Büchse ein. Alles läuft - soweit es geht - kontaktlos.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa.plus.

Übrigens: Die Einzelausgabe des ePapers, in dem dieser Artikel erscheint, ist ab 16. April 2020 verfügbar. Klicken Sie auf ePaper und geben Ihren Suchbegriff ein. Es werden Ihnen dann alle Ausgaben angezeigt, in denen sich der Artikel befindet.