Bayernliga Nord Donaustauf vor Trainerwechsel? - Cham verliert auch

Wackelt in Donaustauf der Trainerstuhl? "Ich weiß nicht, ob ich noch Trainer bin", sagte SVD-Coach Richard Slezak nach der Niederlage seiner Mannschaft in Würzburg. Foto: Dirk Meier

Jede Menge los war am Samstag auf den Fußballplätzen in der Bayernliga Nord. Drei Teams aus Ostbayern waren im Einsatz.

Der SV Donaustauf erlebte am 11. Spieltag in der Bayernliga Nord seine nächste, die dritte, Niederlage. “Ich weiß nicht, ob ich noch Trainer bin”, sagte Donaustaufs Trainer Richard Slezak nach dem Abpfiff. Der ASV Cham hatte zwar beim Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg zur Pause mit 2:1 geführt, musste sich aber am Ende trotz aufopferungsvollem Kampf mit 2:5 geschlagen geben. Nach fünf sieglosen Partien gelang dem SSV Jahn Regensburg II mit 4:1 gegen Aufsteiger TSV Kornburg endlich wieder mal ein Erfolg.

Würzburger FV – SV Donaustauf 3:1 (0:1)

Zunächst hatte der SV Donaustauf mit 1:0 durch Neuzugang Jonas Goß geführt (40.), zur Spielmitte sah es noch gut aus. Doch dann haben die Staufer die Partie nicht gut zu Ende gespielt. Der SV Donaustauf kassierte nach einer knappen Stunde durch Tim Herbert den 1:1-Ausgleich (59.). “Danach ist die Mannschaft zusammengebrochen”, schilderte Trainer Richard Slezak das weitere Szenario, in dem Dennie Michael (66.) und Triandafil Ceraj noch zwei Treffer für den WFV zum 3:1-Sieg nachlegten (79.). “Ich muss sagen, dass ich falsch aufgestellt habe, das nehme ich auf meine Kappe. Aber ich habe keine Erklärung dafür, was nach dem 1:1-Ausgleich passiert ist”, so Slezak, der auf Nachfrage, wie es nun weitergeht, antwortete: “Ich weiß nicht einmal ob ich noch Trainer bin.” Das wird sich wohl schon bald herausstellen.

Schiedsrichter: Jonas Krzyzanowski (Neuburg/Donau) – Zuschauer: 247

Tore: 0:1 Goß (40.), 1:1 Herbert (59.), 2:1 Michel (66.), 3:1 Ceraj (79.)

FC Eintracht Bamberg – ASV Cham 5:2 (1:2)

Dem qualitativ sehr guten Tabellenführer FC Eintracht Bamberg bot der ASV Cham lange Paroli. Nach dem 0:1-Rückstand drehten die Oberpfälzer das Ergebnis kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag in eine 2:1-Halbzeitführung. Leon Reiser hatte aus wenigen Metern nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Kapitän Marco Pfab ausgeglichen (43.). Ilhami-Ediz Medineli konnte aus elf Metern flach abziehen und stellte auf 2:1 für die Rot-Weißen (44.). “Wir haben in der Pause angesprochen, dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht gleich den Ausgleich kassieren”, hatte ASV-Trainer Faruk Maloku gewarnt. Seine Worte blieben ungehört, denn bereits 30 Sekunden nach Wiederanpfiff stand es 2:2. Nun entwickelte die Partie eine Eigendynamik und die Gastgeber überrollten die Chamer förmlich mit drei weiteren Treffern, zwei von Jokern. “Wir haben engagiert mitgespielt und das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Dennoch ist der Sieg einer sehr starken Bamberger Mannschaft verdient”, so das Fazit von Maloku.

Schiedsrichter: Peter Frank (Uttenreuth) – Zuschauer: 336

Tore: 1:0 Kaube (23.), 1:1 Reisinger (43.), 1:2 Medineli (44.), 2:2 Schönwiesner (46.), 3:2 Kaube (58.), 4:2 Strasser (85.), 5:2 Gebhart (89.)

SSV Jahn Regensburg II – TSV Kornburg 4:1 (3:0)

Nur einen Punkt aus den vergangenen fünf Spielen hatte die U21 des SSV Jahn Regensburg geholt: “Das wusste ich gar nicht”, zeigte sich Jahn-Trainer Christoph Jank darauf angesprochen ein wenig überrascht. Aber dieses Mal spielte sein Team hervorragend Fußball, führte nach einer guten halben Stunde durch ein Eigentor von Andreas Schuster (18.) sowie zwei Treffer von Christian Schmidt (28.) und Benedikt Fischer (33.) schon mit 3:0. “Die Mannschaft hat endlich mal die Torchancen verwerten können”, lobte Jank. Der Jahn-Coach hatte aber auch positive Worte für den Gegner parat: “Kornburg hatte auch einige gute Torchancen. Defensiv waren wir nicht so gut, wie ich mir das vorstelle, darüber werden wir reden müssen.” In Durchgang zwei war es Schmidt, der das 4:0 nachlegte (66.). Postwendend kamen die Kicker aus dem Nürnberger Süden durch Cristian Seiwerth noch zum Ehrentreffer (67.), zum Ärger von Jank.

Schiedsrichter: Florian Ziegler (Hohenpeißenberg) – Zuschauer: 90

Tore: 1:0 Schuster (18. Eigentor), 2:0 Schmidt (28.), 3:0 Fischer (33.), 4:0 Schmidt (66.), 4:1 Seiwerth (67.)

 
 
 

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