Coburg (dpa/lby) - Trommeln, Tanz und Trillerpfeifen: In Coburg hat am Freitagabend das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens begonnen. Bis Sonntag werden rund 200 000 Besucher zum 28. Samba-Treffen erwartet. Etwa 3000 Künstler wollen auf den Straßen und Plätzen der oberfränkischen Stadt wieder südamerikanisches Flair verbreiten. Elf Bühnen sind aufgebaut. Am Samstag zeigen die besten Capoeira-Tänzer und -Tänzerinnen den brasilianischen Kampftanz. Höhepunkt des Festivals ist der große Samba-Umzug von 100 Gruppen am Sonntagnachmittag. Der Start ist um 14 Uhr geplant.

Das Festival bedeutet für viele Geschäfte und Hotels in der 40 000-Einwohner-Stadt ein gutes Geschäft. Berechnungen zufolge fließen am Samba-Wochenende rund 4,5 Millionen Euro zusätzlich in die Stadt. Schon 2014 wurde das Festival mit dem Edison Carneiro Preis als "Bestes Samba-Event außerhalb Brasiliens" ausgezeichnet.

Der Samba kam mit afrikanischen Sklaven nach Brasilien, die dort auf den Plantagen schuften mussten. Der Tanz war dabei wie eine Flucht aus dem Elend. Als Gesellschaftstanz in Europa setzte er sich erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts langsam durch.