Bayern Lettenbauer: "Landkreis Miesbach nicht gepachtet"

Eva Lettenbauer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Foto: dpa

München/Miesbach (dpa/lby) - Die Grünen haben den Landkreis Miesbach wieder an die CSU verloren - ein Personalproblem sehen sie aber nicht. Es sei schade, dass Wolfgang Rzehak seine Arbeit nicht fortführen könne, sagte die Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Aber Wahlen seien nun mal ein offenes Rennen: "Ich denke, dass klar ist, dass wir Grüne den Landkreis Miesbach nicht gepachtet haben."

"Miesbach ist schon seit jeher ein schwarzer Landkreis gewesen", sagte Lettenbauer. Dass Rzehak diesmal nicht gewonnen habe, liege daran, dass die Bedingungen vor sechs Jahren ganz andere waren und "ein großer Skandal den Landkreis erschüttert hat". Rzehaks CSU-Vorgänger Jakob Kreidl war über die Miesbacher Sparkassenaffäre gestolpert.

Viel wichtiger ist für Lettenbauer das gesamte Ergebnis der gesamten Kommunalwahl: Die Grünen konnten vor zwei Wochen klar hinzugewinnen und wurden bayernweit zweitstärkste Kraft. "Ich bin mir sicher, dass diese Kommunalwahl ein ganz großer und wichtiger Grundstein war für die nächsten Wahlen", sagte Lettenbauer.

Rzehak erzielt in der Stichwahl nach dem vorläufigen Ergebnis 34,59 Prozent, sein Herausforderer von Löwis kam auf 65,41 Prozent. Bislang stellten die Grünen zwei Landräte in Bayern. Neben Rzehak war 2014 auch der Grüne Jens Marco Scherf im unterfränkischen Landkreis Miltenberg Landrat geworden. Scherf konnte die Wähler bereits in der ersten Runde vor zwei Wochen überzeugen.

 

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