München (dpa/lby) - Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hält die Einstufung der AfD zum Prüffall für einen ersten wichtigen Schritt. In der Auseinandersetzung mit der Partei sei es damit auf lange Sicht nicht getan, sagte Knobloch laut einer am Dienstag in München verbreiteten Mitteilung. "Staatliche Stellen müssen die Aktivitäten der AfD weiterhin genau im Auge behalten."

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass der Verfassungsschutz die AfD als Prüffall eingestuft hatte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz erklärte zudem den rechtsnationalen "Flügel" der Partei um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke und die Partei-Nachwuchsorganisation "Junge Alternative" zum Verdachtsfall.

Knobloch appellierte an andere Parteien, die AfD auch im Wege des politischen Wettbewerbs kleinzuhalten. "Sie müssen den Wählern Angebote machen und so verhindern, dass Problemfälle wie die AfD überhaupt erst entstehen."