Bayern Arzt wegen falscher Atteste für Maskenverweigerer verurteilt

Stethoskope hängen im Behandlungszimmer einer Hausarztpraxis. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild/dpa

Bamberg (dpa/lby) - Ein Allgemeinarzt in Bamberg ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er in 14 Fällen falsche Atteste, unter anderem zur Befreiung von der Maskenpflicht, ausgestellt hat. Der Mediziner soll insgesamt 14.400 Euro zahlen, wie das Amtsgericht Bamberg am Freitag auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte der "Fränkische Tag" über das Urteil vom Donnerstag berichtet. Die Strafe wurde auf 90 Tagessätze festgelegt (Aktenzeichen: 23Cs2124Js18047/20). Vorbestraft ist er damit nicht.

Der Arzt hatte Patienten falsche Gesundheitszeugnisse für Maskenverweigerer ausgestellt und Kinder krankgeschrieben, ohne dass diese vorgesprochen hätten. Die Schule hatte die Befreiung der Kinder von der Maskenpflicht abgelehnt, worauf der Arzt sie laut Gericht krankschrieb.

Eine mitangeklagte Frau, die auf einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen aufgefallen war, wurde zu einer Geldstrafe von 250 Euro (25 Tagessätze) verurteilt. Sie hatte ein von dem Arzt ausgestelltes falsches Attest genutzt, um keine Maske tragen zu müssen.

Inzwischen haben sowohl der Arzt als auch die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt, der Fall wird erneut vor Gericht behandelt.

© dpa-infocom, dpa:211029-99-785782/3

 
 
 

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