Badesaison in Landshut Stadtbad öffnet mit Einschränkungen zum 15. Juni

Auch im Becken darf nur eine bestimmte Anzahl von Schimmern sein. Darum sind die Becken mit Flatterbändern umringt. Foto: Stadtwerke Landshut

Rund vier Wochen später als noch vor der Corona-Krise geplant, öffnet das Freibad in Landshut ab kommenden Montag für die Badegäste. Dabei gelten allerdings besondere Vorschriften, wie die Stadtwerke am Mittwochabend mitteilen. 

Aufgrund der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und den Vorgaben aus dem Rahmenhygienekonzept Sport mussten die Stadtwerke Landshut zahlreiche Vorkehrungen treffen, um in die Freibadsaison starten zu können. Die beschlossenen Maßnahmen sind jedoch nicht in Stein gemeißelt und können sich im Laufe des Sommers ändern. Welche Regeln vor Ort gelten, steht auch auf verschiedenen Schildern auf dem Freibadgelände.

Neue Regeln und andere Öffnungszeiten

Es gelten für alle Badegäste Verhaltens- und Hygieneregeln. Die wichtigsten sind: Abstand von 1,5 Metern halten (möglichst auch in den Becken), regelmäßig an den bereitgestellten Desinfektionsspendern Hände desinfizieren und den Anweisungen des Aufsichtspersonals folgen. Eltern werden gebeten, ihre Kinder über die Regeln aufzuklären und darauf zu achten, dass diese eingehalten werden.

Gemäß den Vorgaben machen die Stadtwerke darauf aufmerksam, dass Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit COVID-19 Fällen hatten, sich gesundheitlich angeschlagen fühlen, unter Fieber oder einer Erkrankung der Atemwege jeglicher Schwere leiden, nicht ins Stadtbad dürfen.

Für Badegäste besteht am Eingangsbereich und in allen geschlossenen Bereichen beispielsweise in der Gastronomie, bei den Umkleidespinten oder in den Toiletten Maskenpflicht. Beim Sonnenbaden auf der Liegewiese und im Wasser ist keine Mund-Nase-Bedeckung nötig.

Aufgrund der zahlreichen Vorschriften, welche die Stadtwerke einhalten müssen, ist einerseits der Aufwand hoch, insbesondere bei der Aufsicht, andererseits sind die Ressourcen begrenzt. Darum werden die Öffnungszeiten geändert: Das Stadtbad ist diesen Sommer Montag bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Badeschluss ist um 19.45 Uhr.

Eintritt und Eingangsbereich

Es gibt zwei ausgeschilderte Kassen – eine neben der Eingangstür am Hallenbad, eine zum Eingang ins Freibad. Eine bargeldlose Bezahlung ist möglich. Der Kassenautomat steht nicht zur Verfügung. Beim Kauf eines Tickets muss ein ausgefülltes Kontaktdatenformular, das von den Stadtwerken bereitgestellt wird, abgegeben werden. Die Kontaktdatenerfassung erfolgt von einer Person pro Haushalt gemäß der bayernweiten Regelung. Formulare liegen am Eingangsbereich bereit. Die Stadtwerke empfehlen, das Formular bereits im Vorfeld von der Homepage herunterzuladen, auszudrucken und zu Hause auszufüllen. So kann die Wartezeit im Eingangsbereich deutlich verkürzt werden. Der Einlass von Kindern unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder für die Betreuung zuständigen Erwachsenen erlaubt.

Aufgrund der Corona-bedingten Besucherbegrenzung werden 2020 keine Saisonkarten angeboten. Hintergrund ist, dass die Stadtwerke durch die Besucherbegrenzung Saisonkarten-Inhabern keinen Eintritt garantieren können. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass das Bad durch neue Vorgaben wieder geschlossen werden muss. Ansonsten bleiben alle Tarife gleich.

Es dürfen sich maximal 1.000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. So soll sichergestellt werden, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt auf dem gesamten Gelände einschließlich der Becken.

Für die Zählung wurde im Eingangs- und Ausgangsbereich ein digitales Zählsystem installiert. Sowohl über einen Bildschirm im Eingangsbereich als auch über www.stadtwerke-landshut.de sollen Badegäste in Echtzeit über eine Anzeige sehen können, ob im Bad freie Kapazitäten vorhanden sind und wie hoch die Auslastung ist. Eine Vorabreservierung von Freibadbesuchen ist nicht möglich.

Beckenbereiche und Liegewiese

Nach derzeitigem Wissensstand der Stadtwerke können sich Viren wie die Grippe- oder Corona-Viren nicht über das Chlorwasser übertragen. Dennoch gilt auch in den Becken das Abstandsgebot von 1,5 Metern zur nächsten Person. Deswegen gibt es für die Becken ebenfalls eine Personenzahlbegrenzung. Daher werden die Beckenbereiche nur über einen Ein- und Ausgang zugänglich sein.

Beim Sportbecken ist ein weiteres digitales Zählsystem geplant. In den anderen Becken erfolgt die Zählung über die Aufsichtspersonen oder über die Verteilung von Armbändern, die nach dem Schwimmen an der Ausgabestelle wieder zurückgegeben werden müssen.

So viele Personen dürfen maximal gleichzeitig im genannten Becken sein:

  • Sportbecken mit Sprunggrube: 136 Personen
  • Kinderbecken: 77 Personen
  • Mehrzweckbecken: 24 Personen
  • Herrenbecken: 51 Personen
  • Plansch-Insel: 6 Personen
  • Rutsche/Rutschenbecken: nicht verfügbar

Die Beckenumgebungen wie die Terrassen am Hallenbad, seitliche Liegefläche am Sportbecken und die Umgebung der weiteren Becken stehen nicht als Liegefläche zur Verfügung. Die Beckenumgebungen sollen nach dem Schwimmen wieder zügig verlassen werden. Die Wiesenflächen können unter Einhaltung des Abstandsgebots weiträumig genutzt werden. 

Die Wasserattraktionen wie Massagedüsen oder Schwallduschen im Mehrzweckbecken bleiben leider außer Betrieb. Ebenso die 80-Meter-Rutsche samt Rutschenbecken. Der Sprungturm wird zeitweise unter Aufsicht geöffnet.

Umkleide und Sanitärbereiche

Die Umkleiden und warmen Duschen im Umkleidebereich in der Nähe des Haupteingangs bleiben geschlossen. Die Einzelumkleiden (blaue Iglus) auf dem Gelände dürfen jeweils von einer Person genutzt werden. Die Spinde außerhalb der Umkleiden dürfen zur Aufbewahrung ebenfalls genutzt werden. Dauerumkleidekabinen werden ebenfalls in dieser Saison nicht vermietet.

Die Stadtwerke empfehlen allen Badegästen, bereits umgezogen ins Freibad zu kommen und Wertsachen zu Hause zu lassen.

Die Kaltduschen an den Becken sowie die WC-Anlagen können unter Wahrung der Hygieneregeln genutzt werden. Die Reinigungs- und Desinfektionsintervalle auf dem Gelände werden erhöht und entsprechen den Vorgaben der Hygieneanforderungen.

Freizeitangebot

Der Basketball- und Beachvolleyballplatz sowie der Seilzirkus bleiben vorerst geschlossen, da Körperkontakt beim Sport vermieden werden soll. Der Spielplatz im Kleinkinderbereich ist geöffnet, Eltern müssen allerdings darauf achten, dass ihre Kinder die Abstände einhalten.

Gastronomie

Für alle Besucher hat der Freibadkiosk unter Einhaltung der Hygieneregeln offen. Dort gelten dieselben Hygieneregeln wie andernorts in der Gastronomie. Bei schlechtem Wetter kann es passieren, dass der Wirt das Kiosk schließt.

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