"Autobahnähnliche Schnellstraße" Bund Naturschutz kritisiert B15 neu

Dem BN liegt besonders der Erhalt der Fauna und Flora in den Isarauen am Herzen. Aber auch verkehrstechnische Gedanken macht man sich. (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) und seine Kreisgruppe Landshut fordern weiterhin ein Ende des Prjekts "B15 neu". Stattdessen soll die B 15 zwischen Regensburg und Rosenheim mit ortsnahen Umfahrungen ausgebaut werden, um Städte und Dörfer vom Verkehr zu entlasten sowie Landschaft und Artenvielfalt zu schützen.

Von Saalhaupt bis Essenbach sei an der A92 eine "autobahnmäßig ausgebaute Fernstraße" errichtet worden, was mit "massiven Eingriffen in die Natur und das Landschaftsbild" verbunden sei, erklärte Kathy Mühlebach-Sturm, die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Landshut in einer Pressemitteilung. Die Fertigstellung der Trasse Ergoldsbach-Essenbach sei für den BN "kein Grund zum Feiern". 

"Kein Konzept"

Der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner betonte: "Zielführend für eine Entlastung der Stadt Landshut wäre nur eine stadtnahe Osttangente in etwa auf Höhe des Biomasse-Heizkraftwerks, bei gleichzeitiger Ableitung des überörtlichen Verkehrs von der B 15 neu auf die A 92." Es gebe kein Konzept für die Weiterführung des Verkehrs südlich von Landshut, falls die B 15 neu über die Isar und die Isarleiten hinaus weitergebaut werden sollte.

Im südlichen Landkreis Landshut und darüber hinaus drohe ein Verkehrschaos, falls die derzeitigen Pläne einer Süd-Ost-Umfahrung von Landshut im Zuge der B 15 neu verwirklicht werden sollten, prognostiziert Reinhold König, Vorstandsmitglied und Vertreter der BN-Kreisgruppe im Dialogforum zur Süd-Ost-Umfahrung von Landshut.

"Naturfrevel"

Besonders wichtig ist dem Bund Naturschutz aber natürlich der Erhalt von Landschaft und Artenvielfalt in den Isarauen, deren "Zerschneidung" die Gruppe als nicht vertretbaren "Naturfrevel" bezeichnet. Es dürfe nicht angehen, dass in Zeiten von Klimakrise und Artensterben so schwerwiegende Eingriffe in den Naturhaushalt erfolgten, so BN-Landesbeauftragter Martin Geilhufe. 

„Der Bau neuer Autobahnen im dicht besiedelten Bayern ist in der heutigen Zeit nicht mehr vertretbar. Der Bund Naturschutz wird sich deswegen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln dafür einsetzen, dass die B15 neu an der A 92 endet, und wird gegen deren Weiterführung nach Süden erforderlichenfalls klagen“, so Richard Mergner.

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