Regensburger Konzern Vitesco will 800 von 1.160 Stellen in Nürnberg streichen

Der Schriftzug von „Vitesco Technologies“ steht auf einem Schild vor dem Werksgelände. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Der Autozulieferer Vitesco will sein Nürnberger Werk stark verkleinern und in den kommenden vier Jahren rund 800 der 1160 Arbeitsplätze streichen. Das kündigte der Regensburger Konzern am Mittwoch an.

Am Dienstag seien die Mitarbeiter informiert worden, sagte eine Sprecherin. Das Werk in Nürnberg solle stärker automatisiert und effizienter aufgestellt werden, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Der Schritt sei notwendig, um Fertigung in Deutschland und in Nürnberg halten zu können. Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, werde Vitesco dort einzelne Produkte wie Getriebesteuerungen auslaufen lassen und ein neues Produktportfolio mit höherem Automatisierungsgrad und optimierten Fixkosten einführen, hieß es von Vitesco, einer ehemaligen Continental-Tochter mit weltweit rund 37.000 Mitarbeitern.

Der Gesamtbetriebsrat verurteilte das Vorgehen. Nürnberg sei das einzige deutsche Vitesco-Werk, das nicht aufgrund technologischer Phase-Out-Szenarien von der Schließung bedroht sei, sagte der Vorsitzende Torsten Buske. "So bitter es ist, aber es sieht leider stark danach aus, als sei Vitesco Technologies auf der Flucht aus Deutschland. Bekenntnisse zum Industriestandort Deutschland sucht man bei unserem Vorstand vergeblich."

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