Auslandsblog Eintrag 6: No! I don’t want to make an update! - 21. Oktober 2016

No! I don’t want to make an update!

Montag Nachmittag. Der erste Schultag nach den Ferien geht zu Ende und ich möchte alle Bilder von meiner Kamera auf den Laptop übertragen. Da passiert es. Mein Laptop fragt mich, ob ich ein Update machen will. Ich drücke natürlich auf „Nein“, doch anstatt auf mich zu hören, beschließt der Laptop, sein eigenes Ding durchzuziehen. Und somit darf ich erst einmal eine halbe Stunde warten bis ich dann beginnen kann, dass zu tun, was ich eigentlich vorhatte. Endlich kann ich die Bilder öffnen und die kleine Diashow weckt wieder Erinnerungen.

Der Plan für die zwei Wochen Frühlingsferien erstreckt sich über die Nordinsel. Von Hawarden (bei Christchurch) geht es nach Taupo, Rotorua, Tauranga, Auckland und Warkworth.

Von da aus beschließen wir, spontan unseren ursprünglichen Plan über den Haufen zu werfen und doch noch hoch zu den Bay of Islands nach Paihia zu fahren. Dort kann man nämlich super den 90 Miles Beach erreichen und befahren sowie auf Sanddünen beim Te Paki Stream surfen gehen.

Ein kleiner Tipp von mir, falls ihr einmal vorhabt, dort oben Sandboarden zu gehen. Öffnet nicht den Mund und schreit auf dem Weg nach unten. Sand im Mund ist manchmal nicht ganz so schön - ich spreche da aus Erfahrung. Trotzdem ist und bleibt Sandboarden für mich eines der absoluten Highlights, welches ich immer wieder mitmachen würde. Außerdem konnten wir sehen, wo sich der Pazifische und der Tasmanische Ozean treffen.

An der Spitze der Nordinsel kann man auch eine kleine Fähre nehmen, die nach Russel führt und die sagenhafte Landschaft erkunden. Manchmal ist es schön, einfach die Seele baumeln zu lassen und die Zeit zu genießen. So ein schöner Platz auf einem Ast, direkt neben dem Meer, ist für mich dabei genau das richtige. Dort kann ich den Wellen zuhören und über das Leben zu philosophieren, bevor der Alltag einen dann irgendwann wieder einholt. Unter anderem haben wir dort auch einen sehr lustigen Briefkasten gefunden. Auf die Idee, eine Mikrowelle als Mailbox zu verwenden, muss man erstmal kommen. Das ist wahres Kiwi-Engineering!

Nachdem wir supernette Menschen aus der ganzen Welt an der Spitze der Nordinsel kennen gelernt haben und gemeinsam „International Shithead“, ein Kartenspiel der Extraklasse, gespielt haben, geht es dann - mit einer Backpackerin mehr im Auto - zurück nach Taupo.

Von dort aus war der nächste Stopp dann Wellington, was mir wie das kleine New York erscheint. In Wellington haben wir dann gemeinsam mit der Backpackerin unseren letzten Abend mit Billard spielen und guter Musik verbracht, bevor wir uns am nächsten Tag verabschieden mussten und in der früh die Fähre nach Picton nahmen und von dort nach Hawarden zurückfuhren.

Schon auf der Südinsel angekommen fanden wir ganz zufällig einen kleinen Pinguin in Kaikura, was normalerweise nicht üblich ist, da dort eher Seerobben anzutreffen sind. Wir hatten also wirklich Glück und konnten ihn sogar aus ziemlicher Nähe begutachten. Ich habe noch nie davor einen Pinguin gesehen. Für mich war es atemberaubend ihn zu beobachten während der Pinguin von Stein zu Stein watschelt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, den dritten Versuch zu starten, um endlich auf einen größeren Stein hüpfen zu können ohne abzurutschen. Wirklich süß!

Also, gib nie auf und hab immer dein Ziel von den Augen, dass du erreichen willst. In kleinen Schritten klappts!

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