Aus dem Chamer Amtsgericht Klaps auf den Po kostet 400 Euro

Ein Klaps auf den Po kann eine sexuelle Belästigung darstellen. Foto: Stefan Puchner/dpa

Ein Klaps auf den Po stellt seit einer Strafrechtsreform im Jahr 2016 eine sexuelle Belästigung dar. Sofern die körperliche Berührung in sexuell bestimmter Weise erfolgt ist. Genau das soll im Juli dieses Jahres in einem Café im östlichen Landkreis der Fall gewesen sein, als der Wirt seiner Kellnerin "mit der flachen Hand auf das Gesäß geschlagen hat". So stand es in der Anklageschrift und so hat es die Kellnerin, eine 20 Jahre alte Frau, am Dienstag vor Amtsrichterin Birgit Fischer bestätigt. Der Wirt dagegen verstand die Welt nicht mehr, denn er konnte sich an keine Berührung, schon gar keine unsittliche, erinnern. Deshalb hatte er Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt.

Der 57-Jährige erzählte die Geschichte aus seiner Sicht. Demnach stand er an jenem Sonntagnachmittag neben der Kellnerin an der Computerkasse. Die junge Frau arbeitete da schon eineinhalb Jahre lang regelmäßig am Wochenende bei ihm. Er habe ihr gezeigt, wie sie die bestellten Getränke und Speisen in dem Computer zu erfassen hat. Dann habe er Getränke eingeschenkt und sei schließlich hinter der Frau in einem Nebenraum gegangen. An eine Berührung könne er sich nicht erinnern. Die 20-Jährige habe auch nichts gesagt und bis zum Feierabend weitergearbeitet. Als die Polizei bei ihm erschien und ihn mit der Anzeige konfrontierte, sei er aus allen Wolken gefallen.

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