Amtsgericht Landshut Hoden des Ehemannes gequetscht: Freispruch für 41-Jährige

Ihre künstlichen Nägel setzte die 41-Jährige als äußerst schmerzhafte Waffe gegen ihren damaligen Ehemann ein. Aus Notwehr, urteilte das Gericht. Foto: Symbolfoto: Soeren Stache/dpa

Es ist wohl "der Albtraum überhaupt" eines jeden Mannes, der für einen 53-jährigen Essenbacher am 1. März 2019 Realität wurde. Seine damalige Ehefrau hatte ihn im Streit mit der Hand fest an einem Hoden gepackt, ihre künstlichen Nägel hineingebohrt und angezogen.

Als "die größte Katastrophe meines Lebens" bezeichnete der Mann den Vorfall vor dem Amtsgericht. "Ich habe meine Eingeweide gesehen." Fest steht, dass 23 Stiche nötig waren, um den Hoden wieder zusammenzuflicken. Die Ehefrau bekam einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 12.000 Euro wegen schwerer Körperverletzung. Die 41-Jährige erhob Einspruch - und so fragte Richter Michael Pichlmeier angesichts des "kurzen Strafbefehl-Inhalts" am Montag zunächst einmal: "Was war denn da?"

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