Amateurfußball vor dem Re-Start Erster gegen Dritter: Für Vilzing geht's gleich zur Sache

Erich Vogl betreut die DJK Vilzing nach dem Rücktritt von Christian Stadler zumindest interimsweise. Foto: Fabian Roßmann

Am Wochenende steigen die ostbayerischen Amateurvereine nach vielen Monaten wieder in den Pflichtspielbetrieb ein. In unserer Serie durchleuchten wir den aktuellen Stand bei den Vereinen aus der Region. idowa hat bei der DJK Vilzing nachgefragt.

Was hat sich personell während der Pause getan?

Die größte Veränderung ist auf der Trainerbank. Christian Stadler hatte kurz vor dem Ende der Vorbereitung seinen Rücktritt erklärt. Zumindest vorerst leitet nun der bisherige Co-Trainer Erich Vogl die Geschicke.

Auf dem Platz hat sich derweil nicht viel getan. Kein Spieler hat den Kader verlassen, da der Verein allen Spielern die Chance geben will, den möglichen historischen Erfolg mit dem Regionaliga-Aufstieg gemeinsam zu feiern. Mit Brian Wagner (Hankofen), Marco Pfab (SSV Jahn II), Lukas Laumer (Jugend Asv Cham) und Nico Dantscher (Schalding) gibt es vier Neuzugänge. “Der Kader ist größer geworden, das stelle ich bei fast jedem Training fest”, sagt Vogl schmunzelnd. “Wir haben Qualität dazu gekriegt, dadurch hat man als Trainer noch mehr Möglichkeiten. Auch für das Training ist das super, weil überall Konkurrenzkampf da ist.”

Wie lief die Vorbereitung?

„Ausbaufähig“, bringt es Erich Vogl auf den Punkt. Man könne nicht zufrieden sein – mit den Ergebnissen, „aber auch das Auftreten war nicht das, was man von uns kennt“. Vogl nimmt die Mannschaft aber auch in Schutz, weil lange nicht klar war, ob und wie es mit der Saison weiter geht. „Da gehen im Unterbewusstsein einfach ein paar Prozent ab und ein paar Sachen schleichen sich in der Disziplin ein“, so Vogl.

Seit das grüne Licht der Politik für den Re-Start da ist, spürt Vogl „deutlich mehr Zug“ im Training. „Das habe ich auch so erwartet, dass die Mannschaft da ist, wenn es darauf ankommt und abliefert.“ Vogl denkt, dass die Mannschaft trotz der Umstände nun gut vorbereitet an den Start geht.

Was sind die Ziele für die Rest-Saison?

Vilzing steht auf Platz eins in der Bayernliga Nord – da kann es doch eigentlich mit dem Aufstieg nur ein Ziel geben. Das sieht man auch in Vilzing so. „Wenn man in der Phase vorne dabei ist, dann braucht man nicht lange um den heißen Brei herum reden, dann wollen wir auch am Schluss ganz vorne dabei sein“, sagt Vogl.

Mit Eltersdorf und Seligenporten hat die DJK aber zwei ebenfalls sehr konstante Teams im Nacken. „Das sind drei Top-Teams, da werden am Ende Kleinigkeiten, vielleicht auch die direkten Duelle entscheiden“, blickt Vogl voraus.

Das erwartet Erich Vogl vom ersten Spiel gegen Seligenporten

Erster gegen Dritter – mehr geht kaum zum Re-Start. „So einem Spiel fiebert man natürlich entgegen, es gibt kaum bessere Voraussetzungen“, sagt Vogl. Zwar sei auch ein bisschen Druck da, „aber als Spieler liebt man solche Situationen, wenn es darauf ankommt und du abliefern musst.“ Ein Vorteil könnte laut Vogl auch sein, dass wieder Zuschauer dabei sein können: „Das ist schön, vielleicht braucht unsere Mannschaft auch diese Emotionen von außen.“

In Seligenporten hat sich in den beiden Wechselperioden seit Sommer einiges getan. „Aber ihren Spielstil werden sie nicht verändert haben“, sagt Vogl. „Sie wollen nach vorne und offensiv spielen, sind ballsicher und haben technisch gute Spieler.“ Für Vogl ganz wichtig: „In einem solchen Spiel musst du da sein, wenn der Schiedsrichter anpfeift. Da darfst du nichts verschlafen.“

 

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