4:3-Sieg nach Penaltyschießen Straubing Tigers kämpfen Löwen nieder

Verdammt enge Kiste: Über weite Strecken lieferten sich die Straubinger um Center Luke Adam (re.) und die Frankfurter mit Goalie Jake Hildebrand (li.) ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende fuhren die Tigers ihre Krallen etwas weiter aus als die Löwen. Foto: Gawlik/PIX-Sportfotos

Die Straubing Tigers haben den 23. Durchgang in der PENNY DEL erfolgreich eröffnet. Die Blau-Weißen setzten sich am Donnerstagabend bei den Löwen Frankfurt mit 4:3 nach Penalty-Schießen durch und entschieden damit auch das zweite Aufeinandertreffen der Saison 2022/23 gegen den Aufsteiger für sich. Weiter geht es für die Niederbayern am Sonntag (Spielbeginn: 16.30 Uhr) mit dem nächsten Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern.

Nur 48 Stunden nach dem Aus in der Champions Hockey League gegen Frölunda Göteborg nahm Tigers-Coach Tom Pokel mehrere Änderungen vor. So pausierten der etatmäßige Kapitän Sandro Schönberger (angeschlagen), Mark Zengerle (krank), Bastian Eckl sowie Trenton Bourque (beide überzählig). Dafür gab Garrett Festerling sein Debüt. Zudem kehrte Cody Lampl, der am Dienstag zum vierten Mal Vater wurde, in die Abwehr zurück. Im Tor startete - wie angekündigt - diesmal wieder Florian Bugl anstatt von Hunter Miska.

Die Hausherren legten angepeitscht von den Zuschauern in der ganz ordentlich gefüllten Frankfurter Eissporthalle ein sehr hohes Tempo vor. So musste Bugl schon in der Anfangsphase mehrfach eingreifen. Nach knapp vier Minuten war aber auch der Straubinger Goalie machtlos. Reid McNeill zog von der blauen Linie ab und Nathan Burns fälschte zur frühen Führung der Löwen ab. Danach kam der Straubinger Ausgleich aus dem Nichts. Nachdem Frankfurts Torhüter Jake Hildebrand einen Schuss von Marcel Brandt abprallen ließ, hämmerte Parker Tuomie den Puck ins Netz. Nur zwei Minuten später bediente Stephan Daschner Taylor Leier, der für die Straubinger Führung sorgte. Eine Unkonzentriertheit der Tigers bei einem Wechsel wurde wiederum von Frankfurt ausgenutzt. Der ehemalige Straubinger Dylan Wruck vollendete den Konter zum 2:2. Kurz vor dem Drittelende rettete Bugl mit einem spektakulären Save gegen David Elsner. Lampl bekannte in der Pause: "Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Die müssen wir abstellen."

Löwen und Tigers lassen Überzahlsituationen ungenutzt

Nach Wiederbeginn waren die Tigers zunächst das aktivere Team. Eine brenzlige Situation bereinigte der Straubinger Goalie erneut gegen Elsner. Mitte des zweiten Durchgangs ließen die Gastgeber zwei Powerplays ungenutzt und mussten von Glück reden, dass Hildebrand gegen Adam einen Shorthander verhinderte. In der Folge ließ auch Straubing ein erstes Überzahlspiel verstreichen. Dann vollendete Chad Nehring noch einen Frankfurter Konter und sorgte damit dafür, dass die Gastgeber einen knappen Vorsprung mit in die Kabine nahmen. Dass die Partie damit aber längst noch nicht entschieden war, stellte auch Frankfurts Verteidiger Kevin Maginot in der Pause fest: "Wir dürfen nicht nachlassen."

Und er sollte Recht behalten. Straubing glich in Überzahl erneut aus. Elsner saß lediglich acht Sekunden auf der Strafbank, als Jason Akeson, der von Brandon Manning bedient wurde, abzog und zum 3:3 traf. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams abwechselnd ihre Phasen hatten. Einen weiteren Treffer bekamen die 4.056 Zuschauer aber nicht mehr zu sehen. In der Verlängerung scheiterte Leier an Hildebrand und Adam traf den Pfosten. Letztlich verstrich aber auch die Overtime torlos, sodass das Penalty-Schießen entscheiden musste. Dort traf einzig Brunnhuber und sicherte seiner Mannschaft den ersten Penalty-Erfolg seit fast drei Jahren.

 
 
 

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