2. Bundesliga Dämpfer für St. Pauli und Darmstadt

Dynamo Dresdens Christoph Daferner (r.) erzielt gegen St. Paulis Torwart Nikola Vasilj (l.) und Leart Paqarada das Tor zum 1:0. Foto: Robert Michael/dpa

Rückschlag für Darmstadt, Dämpfer für St. Pauli - das Aufstiegsrennen in der 2. Fußball-Bundesliga bleibt unberechenbar. Beide Spitzenteams mussten sich am 26. Spieltag mit einem Remis zufrieden geben, rückten aber zumindest für wenige Stunden auf die ersten beiden Plätze vor. Mit einem Sieg am Samstagabend (20.30 Uhr) beim 1. FC Heidenheim könnte Werder Bremen jedoch die Tabellenführung zurückerobern und den Vorsprung auf die Konkurrenten ausbauen.

Der FC St. Pauli kam bei der Heimpremiere des neuen Dresden-Trainers Guerino Capretti nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor den unter Corona-Bedingungen maximal möglichen 16.000 Zuschauern hatte Christoph Daferner (20.) Dynamo Dresden am Samstag in Führung gebracht. Der frühere Dresdner Simon Makienok (42.) schaffte den Ausgleich.

Düsseldorfer Notelf trotzt zahlreichen Corona-Fällen

In der zweiten Partie des Tages schlug sich Düsseldorf auch mit einer Notelf achtbar. Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage setzte das durch zahlreiche Corona-Fälle dezimierte Team mit dem 1:1 (1:0) beim SC Paderborn den mit dem Amtsantritt von Trainer Daniel Thioune am 8. Februar begonnenen Aufwärtstrend fort. Ohne den mit dem Coronavirus infizierten Cheftrainer und 14 ebenfalls betroffene Profis sorgte Florian Hartherz (43. Minute) für die zwischenzeitliche Führung. Ron Schallenberg (90.+3) traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich. "Das ist auf jeden Fall ein gewonnener Punkt", kommentierte der Düsseldorfer Torschütze Hartherz trotz des späten Gegentreffers.

Das dritte Samstagsspiel zwischen dem Hamburger SV und dem FC Erzgebirge Aue war am Vortag am späten Abend abgesagt worden, weil dem HSV coronabedingt nicht genügend Spieler zur Verfügung standen.

Darmstadt stolpert gegen Sandhausen

Wie unabsehbar die 2. Liga derzeit ist, bekam am Freitag der SV Darmstadt zu spüren. Im Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Sandhausen kam der bisherige Tabellenzweite nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Nach der Führung durch Aaron Seydel (17.) sorgte Gäste-Profi Ahmed Kutucu (84.) mit seinem Ausgleichstreffer für einen Dämpfer. "Es tut im Moment schon weh, aber man muss sagen: Es ist nichts passiert. Wir sind immer noch mittendrin in der Musik", kommentierte Lilien-Kapitän Fabian Holland.

Holstein Kiel musste ein 2:3 (0:1) beim FC Hansa Rostock hinnehmen. Mit der vierten Niederlage in Serie kehrte der Vorjahresdritte nach einem Zwischenhoch wieder zurück in den Abstiegskampf. Die Rostocker gingen durch Pascal Breier (4.), John Verhoek (68.) und Hanno Behrens (81.) gleich dreimal in Führung. Alexander Mühling (50.) und ein Eigentor von Calogero Rizzuto (71.) brachten die Kieler aber zweimal wieder zurück. "Das ist schon sehr frustrierend. Wenn man drei Gegentore bekommt, ist es schwer, in Rostock zu gewinnen", klagte Holstein-Trainer Marcel Rapp.

 
 
 

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