10 tolle Jahre fürs Schauspiel Uwe Lohr verlässt das Theater an der Rott

Uwe Lohr verlässt das Theater an der Rott in Eggenfelden. Foto: Sebastian C. Hoffmann/Redaktion Vilsbiburg, Collage: idowa

Dr. Uwe Lohr war zehn Jahre in verantwortlicher Stellung beim Theater an der Rott in Eggenfelden. Nun hat er diesen Posten an den Nagel gehängt. Im Gespräch berichtet er von seiner Sympathie für Niederbayern und seine Leidenschaft für das Schauspiel.

"Wie lange kann ich noch über meine Belastungsrenze gehen?" Diese Frage stellte sich Dr. Uwe Lohr schon seit einiger Zeit. 25 Jahre habe er alles der Leidenschaft fürs Theater untergeordnet. In den letzten sieben Jahren waren seine Aufgaben im Eggenfeldener Theater mannigfaltig. "Ich habe immer versucht, Druck von außen von meinem Team fernzuhalten", erzählt er. "Meine Kollegen sollten sich auf ihre Aufgaben konzentrieren können." Das Ergebnis sei ein Job gewesen, der ihn 24 Stunden, sieben Tage die Woche, beschäftigte. Mit Folgen für seine Gesundheit.

"Jetzt, da die Entscheidung getroffen und auch verkündet ist, geht es mir besser", sagt Lohr. "Gerade übergebe ich die laufende Spielzeit an meine Nachfolger." Schon vor seiner Kündigung hat er zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Elke Maria Schwab-Lohr als schauspielerische Leiterin und dem Leiter des Musiktheaters Dean Wilmington die Arbeitsbereiche aufgeteilt. Nun sollen diese beiden das Heft ganz übernehmen. Wer das Kaufmännische künftig unter sich habe, müsse das Landratsamt erst noch bestimmen.

Ein Rückblick auf zehn erfolgreiche Jahre

"Ich bin durchaus stolz auf das Erreichte", zieht der scheidende Intendant Resümee. "Regelmäßige Uraufführungen von Opern und Musicals, die Etablierung eines festen Ensembles und drei Nominierungen für den Deutschen Musical Theater Preis, das kann sich sehen lassen." Auch habe er mit seinem "tollen Team" auch wichtige Nachwuchsprojekte anstoßen können.

Wie es für ihn persönlich weitergeht, steht noch nicht fest. "Erstmal möchte ich beruflich nichts mehr mit Kunst und Kultur zu tun haben", erzählt er. "Die Fähigkeiten, die ich in diesem Beruf erworben habe, möchte ich nun auch in anderen Wirtschaftszweigen oder Dienstleistungsunternehmen einbringen."

Große Sympathie für Niederbayern

Als er ins Rottal gekommen sei, hätten vier Einheimische direkt das Gleiche über die Menschen in Niederbayern berichtet, sagt Lohr: "Der Niederbayer an sich ist schwierig." Beim ersten Mal habe er diese Aussage lustig gefunden, beim zweiten mal amüsant. "Beim vierten Mal habe ich mir gedacht: 'Aha, das sagen die also von sich selbst'", erzählt er weiter. "Dann habe ich die Menschen hier aber als extrem offen und direkt in der Kommunikation kennengelernt. Sehr sympathisch."

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