Waldbrand
Weiter viele Glutnester am Saurüsselkopf
Der Einsatz gegen den Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding wird wohl noch bis in die kommende Woche dauern. Das offene Feuer sei zwar am Donnerstag gelöscht worden. Die Nachlöscharbeiten seien aber wegen zahlreicher Glutnester herausfordernd, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein am Samstag.
Demnach laufen die Planungen bis nächste Woche. Man müsse aber von Tag zu Tag entscheiden, wie der Einsatz weitergeht. Derzeit seien rund 275 Kräfte vor Ort.
„Es sind viele Glutnester, die alle einzeln nacheinander gelöscht werden müssen“, erklärte der Sprecher. Zudem müsse man im steilen Bergwald mit Gebirgsspezialisten in Sicherungen arbeiten. „Das macht die Arbeiten sehr aufwendig und sehr zeitintensiv.“

Matthias Brüning/dpa
Zu Beginn des Brandes waren die Flammen in der Nacht weithin zu sehen. (Archivbild)
Schon bei wenig Wind könnten sich die Glutnester wieder entzünden, zum Teil mit Flammen oder Rauch. Wer entsprechendes rieche, solle Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen möglichst abschalten und den Aufenthalt im Freien vorsorglich reduzieren, hieß es zuletzt vom Landratsamt Traunstein. Besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten aufmerksam sein.
Am Donnerstag war es den Einsatzkräften nach tagelangem Kampf gegen die Flammen gelungen, das offene Feuer zu löschen. Zeitweise waren fast 300 Kräfte beteiligt. Das Feuer war am Sonntagabend entdeckt worden.
Laut Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) handelt es sich um einen der größten Waldbrände, „die wir in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben“. Die Ursache ist noch unklar.









