Löscheinsatz geht weiter

So ist die Lage beim Waldbrand am Saurüsselkopf

Im Laufe des Tages sind wieder Hubschrauberflüge geplant.

Im Laufe des Tages sind wieder Hubschrauberflüge geplant.

Von dpa

Der seit Tagen lodernde Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. Die Lage sei stabil, teilte das Landratsamt Traunstein mit. In der Nacht habe Wind zwar zunächst einzelne Glutnester wieder auflodern lassen - als der Wind wieder abgeflaut sei, habe sich die Lage aber beruhigt. Der leichte Regen am Abend habe keinen wesentlichen Einfluss auf die Lage am Berg gehabt.

Den Einsatzkräften am Berg bei Ruhpolding stehe deshalb wieder ein arbeitsreicher Tag bevor: Rund um den Saurüsselkopf seien wieder Flüge geplant, hieß es vom Landratsamt. „Ziel bleibt es, betroffene Bereiche zu kühlen, Glutnester zu bekämpfen und ein erneutes Aufflammen beziehungsweise eine weitere Ausbreitung zu verhindern.“

Im Fokus stehe der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets, hieß es. Eine Quelle versorgt laut dem Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) rund 30.000 Menschen mit Wasser.

Zwar sei die Bevölkerung nicht unmittelbar in Gefahr, die Menschen in der Region würden aber weiter wegen des Rauchs und Brandgeruchs gewarnt. Im Laufe des Tages könne der Rauch in Richtung Südosten ziehen - gegebenenfalls bis nach Tirol.

Anwohnern werde weiter geraten, bei Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen möglichst vorübergehend auszuschalten. Wer an Atemwegserkrankungen leide, solle auf Sport und anstrengende Tätigkeiten im Freien in der Region verzichten.

Am Mittwoch waren an die 300 Einsatzkräfte mit dem Kampf gegen die Flammen beschäftigt, darunter etwa 215 Feuerwehrleute sowie Kräfte unter anderem von Bundespolizei, Landespolizei, Bergwacht, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr. Laut Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) handelt es sich um einen der größten Waldbrände, „die wir in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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