Löscheinsatz geht weiter

Ausbreitung von Feuer am Saurüsselkopf vorerst gestoppt

Hubschrauber sind weiter im Akkord unterwegs.

Hubschrauber sind weiter im Akkord unterwegs.

Von dpa

Hubschrauber starten weiter im Akkord zu Löschflügen - aber immerhin: Dichte Rauchwolken wie an den Vortagen sind am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen nicht mehr zu sehen. Der Waldbrand an dem 1.270 Meter hohen Berg bei Ruhpolding hat sich nicht weiter ausgebreitet.

Die Lage habe sich etwas entspannt, heißt es bei den Einsatzkräften. Allerdings gebe es noch immer einzelne Brandstellen. Das Feuer war am Sonntagabend entdeckt worden, seit Montag gilt in dem Gebiet der Katastrophenfall.

An die 300 Einsatzkräfte waren auch am Mittwoch mit dem Kampf gegen die Flammen beschäftigt. Die Helfer richten sich dem Vernehmen nach darauf ein, dass der Einsatz noch mindestens zwei Tage weitergeht.

Einsatzkräfte am Boden unterstützen die Löschbemühungen  aus der Luft.
Einsatzkräfte am Boden unterstützen die Löschbemühungen aus der Luft.
Einsatzkräfte am Boden unterstützen die Löschbemühungen aus der Luft.
Ein Hubschrauber füllt einen Löschwasserbehälter.
Ein Hubschrauber füllt einen Löschwasserbehälter.
Ein Hubschrauber füllt einen Löschwasserbehälter.
In unwegsamem Gelände muss der Brand vor allem aus der Luft bekämpft werden.
In unwegsamem Gelände muss der Brand vor allem aus der Luft bekämpft werden.
In unwegsamem Gelände muss der Brand vor allem aus der Luft bekämpft werden.
Am Saurüsselkopf ist nur noch wenig Rauch zu sehen - Einsatzkräfte kämpfen aber weiter gegen den Waldbrand.
Am Saurüsselkopf ist nur noch wenig Rauch zu sehen - Einsatzkräfte kämpfen aber weiter gegen den Waldbrand.
Am Saurüsselkopf ist nur noch wenig Rauch zu sehen - Einsatzkräfte kämpfen aber weiter gegen den Waldbrand.
So sah es am Montag am Saurüsselkopf aus. (Archivbild)
So sah es am Montag am Saurüsselkopf aus. (Archivbild)
So sah es am Montag am Saurüsselkopf aus. (Archivbild)
Aus nahegelegenen Seen holen die Hubschrauber das Löschwasser.
Aus nahegelegenen Seen holen die Hubschrauber das Löschwasser.
Aus nahegelegenen Seen holen die Hubschrauber das Löschwasser.

„Der Waldbrand ist mittlerweile einer der größten Waldbrände, die wir in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben“, sagte Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU). Sie kündigte Unterstützung des Freistaats bei der Wiederaufforstung an.

Das Landratsamt Traunstein hatte bereits am Morgen mitgeteilt, die Lage habe sich deutlich stabilisiert. „Nach aktueller Einschätzung konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes vorerst gestoppt werden. Eine Entwarnung gibt es dennoch weiterhin nicht.“

Für den Abend wurden Gewitter angesagt. Was das bedeutet, ist aber nicht ganz klar: Damit verbundener Regen könnte einerseits Entlastung bringen, andererseits könnte Wind das Feuer auch wieder anfachen.

Der Brand ist besonders brisant, weil er ein Trinkwasserschutzgebiet bedrohen könnte. Eine Quelle versorgt laut dem Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) rund 30.000 Menschen mit Wasser. Ihr Schutz sei das wichtigste Ziel, betonte das Landratsamt. Es bestehe aber keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung.

150 Feuerwehrleute hatten in der Nacht im unwegsamen Gelände gegen die Flammen gekämpft. Gegen Mitternacht gingen die Helfer laut Landratsamt im westlichen Bereich erfolgreich gegen eine stärkere Flammen- und Rauchentwicklung vor. Zudem sei die Umgebung benetzt worden, was Feuer und Rauchentwicklung eindämmte.

Nachts können die Hubschrauber aus Sicherheitsgründen keine Löscheinsätze fliegen. Am Vormittag waren aber rund neun Hubschrauber im Einsatz. In Dauerschleife starteten sie und holten Wasser in nahegelegenen Seen, um es über dem Berg abzuwerfen.

Passanten hatten am Sonntagabend den Rauch am Saurüsselkopf entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Das Gebiet insbesondere am Gipfel, von wo aus sich die Flammen ausbreiteten, ist für Fahrzeuge nicht zugänglich.

Dem Vernehmen nach waren noch an dem besagten Abend und in der Nacht Feuerwehrleute und Kräfte der Bergwacht unterwegs gewesen, um die Lage zu erkunden. Sofort sei zudem Hilfe durch Helikopter organisiert worden, die mit dem nötigen Equipment bereits am Morgen im Anflug und einsatzbereit gewesen seien - noch bevor Landrat Danzer am Montagvormittag den Katastrophenfall ausrief.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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