Löscheinsatz geht weiter

Saurüsselkopf: Feuerwehr kämpft am Boden gegen Glutnester

Hubschrauber starten weiter zu Löschflügen.

Hubschrauber starten weiter zu Löschflügen.

Von dpa

Löschhubschrauber sind erneut beim Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen im Einsatz. Wie an den Vortagen kämpfen gut 250 bis 290 Einsatzkräfte gegen das Feuer, das sich nicht weiter ausbreitete. Die Lage sei stabil, teilte das Landratsamt Traunstein mit. In der Nacht habe Wind zwar einzelne Glutnester wieder auflodern lassen. Als der Wind abflaute, habe sich die Lage beruhigt.

Vollständige Entwarnung gibt es nicht. Für die Einsatzkräfte stehen jetzt körperlich sehr anstrengende Arbeiten an. Die offenen Flammen seien gelöscht, berichtete Hubert Hobmaier, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. „Wir haben aber noch sehr viele Glutnester im Waldboden.“ Bei den Nachlöscharbeiten müssten die Glutnester von Hand mit Haken geöffnet und gelöscht werden. „Der wirklich kräftezehrende Einsatz kommt jetzt.“

Im Laufe des Tages sind wieder Hubschrauberflüge geplant.
Im Laufe des Tages sind wieder Hubschrauberflüge geplant.
Im Laufe des Tages sind wieder Hubschrauberflüge geplant.
Vor wenigen Tagen hingen dichte Rauchwolken über dem Berg (Archivfoto)
Vor wenigen Tagen hingen dichte Rauchwolken über dem Berg (Archivfoto)
Vor wenigen Tagen hingen dichte Rauchwolken über dem Berg (Archivfoto)
Zu Beginn des Brandes waren die Flammen in der Nacht weithin sichtbar. (Archivfoto)
Zu Beginn des Brandes waren die Flammen in der Nacht weithin sichtbar. (Archivfoto)
Zu Beginn des Brandes waren die Flammen in der Nacht weithin sichtbar. (Archivfoto)

Mit der gesamten Ausrüstung sowie zehn bis 20 Litern Wasser auf dem Rücken müssten die Helfer im unwegsamen Gelände arbeiten, im steilen Gelände teils gesichert von der Bergwacht oder alpinen Kräften der Polizei. „Das ist eine große Herausforderung, die man meistern muss“, sagte Hobmaier. „Man arbeitet sich Zone für Zone weiter.“

Wie lang die Nachlöscharbeiten dauern werden, sei offen - und hänge auch vom Wetter ab. Die Arbeiten könnten sich hinziehen - „außer der Wettergott ist uns gnädig und schickt uns länger anhaltenden Landregen“.

Der leichte Regen am Vorabend hatte laut Landratsamt keinen wesentlichen Einfluss auf die Lage am Berg gehabt. Die Einsatzkräfte schauen auch auf den Wetterbericht. Denn wenn starker Wind kommt, könnte das die Flammen wieder anfachen.

Im Fokus steht laut Landratsamt weiter der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets. Die Quelle versorgt laut dem Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) rund 30.000 Menschen mit Wasser.

Die Bevölkerung war nie unmittelbar in Gefahr. Die Behörden warnten aber weiter wegen des Rauchs und Brandgeruchs. Im Laufe des Tages könne der Rauch in Richtung Südosten ziehen - gegebenenfalls bis nach Tirol.

Anwohnern werde geraten, bei Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen möglichst vorübergehend auszuschalten. Wer an Atemwegserkrankungen leide, solle auf Sport und anstrengende Tätigkeiten im Freien in der Region verzichten.

Am Mittwoch waren an die 300 Einsatzkräfte mit dem Kampf gegen die Flammen beschäftigt, darunter etwa 215 Feuerwehrleute sowie Kräfte unter anderem von Bundespolizei, Landespolizei, Bergwacht, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr. Laut Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) handelt es sich um einen der größten Waldbrände, „die wir in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben“.

Die Ursache des Feuers, das am Sonntagabend entdeckt worden war, ist weiter unklar.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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